Klinische Notfallmedizin Die Notfallstationen der KSGR-Standorte Chur und Walenstadt stehen Ihnen sieben Tage die Woche bei akuten medizinischen Problemen zur Verfügung. Ein kompetentes interdisziplinäres Behandlungsteam steht für Sie im Falle eines medizinischen Notfalls an beiden Standorten zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit.Beide Standorte können jederzeit bei Bedarf auf die jeweils diensthabenden Spezialist:innen der einzelnen Fachgebiete und deren medizinisches und apparatives Angebot zurückgreifen.In Chur wird das Angebot der Notfallstationen zusätzlich durch die Notfallpraxis ergänzt, in der Notfälle zeitnah behandelt werden, die voraussichtlich ambulant behandelt werden können und nicht auf die umfassende Infrastruktur der Notfallstation angewiesen sind. Die Betreuung in der ebenfalls an sieben Tagen der Woche geöffneten Notfallpraxis erfolgt durch ein aus Hausärztinnen und Hausärzten aus der Region und Pflegefachpersonal des Notfallzentrums zusammengesetzten Team. Anfahrt Zentrale Notfallstation Chur (Erwachsene und verletzte Kinder)Ab der Masanserstrasse (Autobahnausfahrt Chur Nord) folgen Sie den Schildern "Notfall". Die Kurzzeitparkplätze der Zentralen Notfallstation erreichen Sie über die Arlibonstrasse. Anfahrt Zentrale Notfallstation Anfahrt Kindernotfallstation Chur (kranke Kinder)Ab der Masanserstrasse (Autobahnausfahrt Chur Nord) folgen Sie den Schildern "Notfall". Die Kurzzeitparkplätze der Kinder-Notfallstation erreichen Sie über die Arlibonstrasse. Anfahrt Zentrale Notfallstation Anfahrt Notfallstation Frauenklinik ChurAb der Masanserstrasse (Autobahnausfahrt Chur Nord) folgen Sie den Schildern "Notfall" bis zum Standort Fontana. Anfahrt Notfallstation Frauenklinik Anfahrt Notfallstation WalenstadtAb der Autobahnausfahrt Flums folgen Sie der Sarganserstrasse bis Walenstadt und biegen beim Bahnhof Walenstadt rechts ab. Aus Richtung Mols folgen Sie der Walenseestrasse bis zum Bahnhof Walenstadt und biegen links ab. Anfahrt Notfallstation Walenstadt Triage TelefontriageEs gibt eine zentrale Notfall-Anmeldezentrale der beiden Standorte Walenstadt und Chur. Eine telefonische Prä-Triage nach definierten Kriterien und unter Berücksichtigung der tagesaktuellen Ressourcen ermöglicht eine patientenorientierte und im Regelfall eine abschliessende Behandlung am jeweiligen Zielspital. Die/der Erste ist nicht immer die/der ErsteNach erfolgter administrativer Aufnahme und medizinischer Grobeinschätzung (erfolgt bei hoher Behandlungsdringlichkeit am Behandlungsplatz) durch die Mitarbeitenden des Empfangs der Notfallstation erfolgt eine medizinische Erstbeurteilung hinsichtlich Behandlungsdringlichkeit (Triage). Hierfür werden die wartenden Patient:innen im Wartebereich abgeholt und in eine Triagekoje gebracht. Es erfolgt nun eine Beurteilung in fünf Stufen der Behandlungsdringlichkeit anhand eines definierten Algorithmus (Emergency Severity Index). Deshalb kann es vorkommen, dass Patient:innen, die zuerst da waren, zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden, als andere die später eintrafen. Das kann zu Wartezeiten führen. Wer macht die TriageDie Triage wird von diplomierten Expert:innen Notfall NDS HF durchgeführt. Die Gruppe von Expert:innen verfügen über ein vertieftes medizinisches und klinisches Fachwissen. Triagesystem ESI (Emergency Severity Index)Beim ESI handelt es sich um einen fünfstufigen Triagealgorithmus mit vier Entscheidungspunkten. Neben der Akutheit des Leitsymptoms wird bei Patient:innen, die keine sofortige oder zeitnahe Behandlung benötigen, der vermutliche Ressourcenbedarf abgeschätzt, um zu einer Triageentscheidung zu kommen. Warte- und Behandlungszeiten Notfälle sind nicht planbar und können zu Zeiten mit hoher Belastung der Notfallstation führen. Patient:innen mit erheblichen Gesundheitsproblemen müssen gemäss ihrer Dringlichkeit (Triagekategorie) prioritär behandelt werden. Zudem benötigen schwer kranke oder verunfallte Patient:innen oft eine Behandlung durch mehrere Fachdisziplinen. Dadurch kann sich die Behandlungszeit verlängern. Aus diesen Gründen können unangenehme Wartezeiten für Patient:innen und Angehörige entstehen. Wir bemühen uns stets darum Ihre Wartezeit so gering wie möglich zu halten und sind dankbar für Ihr Verständnis. 24/7 für Sie im Einsatz Wir stehen Ihnen mit unseren beiden Standorten als Anlaufstelle für akute medizinische Notfälle rund um die Uhr zur Verfügung. Die Vorstellung auf den Notfallstationen erfolgt idealerweise nach telefonischer Voranmeldung unter +41 81 256 61 11 durch eine zuweisende medizinische Fachperson (z.B. Hausärztin/Hausarzt). In besonders dringenden Fällen ist eine Zuweisung per Rettungsdienst über die 144 erforderlich. Nach Aufnahme Ihrer Daten, erfolgter Triage und Zuteilung des Behandlungsplatzes erfolgt eine Erstbeurteilung durch das Behandlungsteam. Dieses besteht zumindest jeweils aus einer Notfallmedizinerin oder einem Notfallmediziner und einer Notfallpflegefachperson. Sie kann je nach Dringlichkeit und Ausprägung des medizinischen Problems um weitere Fachpersonen erweitert werden. So kann es beispielsweise notwendig sein, Spezialist:innen verschiedenster Fachgebiete schon zu Beginn der Behandlung zur Unterstützung hinzuzuziehen. Auch bezüglich der Bedürfnisse hinsichtlich der für die Betreuung notwendigen Infrastruktur wird bereits bei der Anmeldung und in der Triage entschieden. So ist für die Behandlung von Patient:innen mit der dringlichsten Triagekategorie immer eine Betreuung im hochinstallierten Schockraum zusammen mit dem Team der Anästhesie vorgesehen.Das Behandlungsteam entscheidet jeweils zeitnah welche diagnostischen und therapeutischen Primärmassnahmen getroffen werden müssen bzw. welche spezialisierten Ärztinnen oder Ärzte allenfalls hinzugezogen werden sollen. Nach Durchführung dieser Massnahmen können je nach Verlauf und Re-Evaluation der Situation weitere Massnahmen notwendig sein. Auch die Entscheidung, ob ein stationärer Aufenthalt notwendig ist oder ob eine ambulante Betreuung vertretbar ist, wird im Verlauf des Notfallaufenthalts bestimmt. Dieser Prozess kann individuell eine unterschiedliche Zeitspanne in Anspruch nehmen. Das erklärte Ziel dieses Vorgehens ist aber, die Patient:innen mit ihrem medizinischen Grundproblem möglichst soweit abzuklären und zu betreuen, dass eine Entlassung oder Weiterverlegung aus der Notfallstation ohne Risiko vertretbar ist. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass sich die Teams des Notfallzentrums auf die für die aktuelle Notfallsituation relevanten Untersuchungen und Abklärungen beschränken müssen, um allen Patient:innen eine zeitgerechte und zielgerichtete Behandlung zukommen lassen zu können. Weiterführende, aber nicht zeitkritische Untersuchungen werden vom Notfallteam im Nachgang ausserhalb der Notfallstation geplant bzw. der nachbehandelnden Ärztin oder dem nachbehandelnden Arzt empfohlen.