Pflege Pflege am Kantonsspital Graubünden ist professionell, individuell und zielgerichtet. Wir respektieren den Menschen in seiner Diversität und unterstützen und fördern bei den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen ein bewusstes Gesundheitsverhalten. PflegeleitbildWir bieten eine professionelle Pflege, die sich an Ergebnissen der Pflegeforschung, der Expertise der Pflegenden, der Umgebungsbedingungen und den Vorstellungen der Patient:innen orientiert. Dokument Pflegeleitbild PflegeentwicklungWir entwickeln die Pflege laufend weiter. Therapien und Pflege werden durch kürzere Aufenthalte und Mehrfacherkrankungen immer komplexer und anspruchsvoller. Damit wir eine wirksame Pflege garantieren können, verknüpfen wir wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischem Können. Pflegeprozess Pflegesituationen erfordern eine fortlaufende und lückenlose Umsetzung des Pflegeprozesses. Nur so können wir gewährleisten, dass in anspruchsvollen Patientensituationen keine Komplikationen eintreten. Den Pflegeprozess bilden wir elektronisch ab. Dadurch sind alle Informationen für alle beteiligten Pflegefachkräften und Ärzt:innen stets zugänglich. Wir stützen uns dabei auf ergebnisorientiertes Pflegeassessment Acute Care (epaAC), NANDA Pflegediagnosen, Rosenberger Ziele und LEP-Massnahmen. Rollenmodell Eine gute interprofessionelle Zusammenarbeit ist die Voraussetzung für zufriedene Patient:innen und attraktive Arbeitsplätze. Wir entwickeln neue attraktive Berufsrollen an der Schnittstelle Pflege und Arzt. So stärken wir den Behandlungsprozess und optimieren die Behandlung. Pflegeexpertise Um die häufigen Veränderungen, die Ungewissheit und die Komplexität in der Pflegepraxis proaktiv zu begegnen, trifft sich das Gremium Pflegeexpertise regelmässig. Die einzelnen Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten tauschen sich wiederum regelmässig mit den Pflegefachverantwortlichen der einzelnen Stationen aus. So können wir einen hohen Pflegestandard gewährleisten. Pflegeexpertinnen und -experten mit Advanced Nursing Practice-Ausrichtung verfügen über vertiefte und erweiterte klinische und forschungsorientierte Kompetenzen. Sie sichern und unterstützen mit ihrem Know-how die Entwicklung einer patienten-, evidenz- und ergebnisorientierten Pflegepraxis. PflegequalitätWir entwickeln unsere Pflegequalität laufend weiter, indem wir Qualitätsanforderungen aufgrund des aktuellen Wissens festlegen und deren Umsetzung in die Praxis regelmässig überprüfen und kontinuierlich weiterentwickeln. Ausschuss Pflegequalität Die Pflegekaderkonferenz im KSGR delegiert Aufgaben rund um die Pflegequalität dem Ausschuss Pflegequalität mit einer hohen Pflegeexpertise. Der Ausschuss Pflegequalität ist zuständig für Qualitätsfragen in der Pflege, insbesondere für die Entwicklung und Überprüfung von Konzepten, Richtlinien und Standards. ANQ Der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) koordiniert und realisiert Qualitätsmessungen in der stationären Akutsomatik, Rehabilitation, Psychiatrie sowie Sturz und Dekubitus. Wir beteiligen uns regelmässig an Messungen um gezielt Massnahmen zur Verbesserung unserer Qualität zu entwickeln. SanaCert Suisse Die Stiftung SanaCERT Suisse zertifiziert das Qualitätsmanagement von Spitälern. Die Arbeit an der Qualität wird anhand von Standards beurteilt. Das KSGR erfüllt folgende Standards: Qualitätsmanagementsystem Schmerzbehandlung Mitarbeitende Menschen – Human Resources Patienteninformation Ernährung Umgang mit akut verwirrten Patientinnen und Patienten Sichere Medikation Dekubitusprävention und -behandlung Dokument SanaCERT Re-Zertifizierung KSGR 2024 Unsere Pflege – vielfältig an allen Standorten Hauptstandort: Anästhesie, Chirurgie, IPS/IMC, Medizin (ambulant und stationär), Notfallstation, Operationsabteilung, Kinder- und JugendmedizinStandort Kreuzspital (Akutgeriatrie, Augenklinik, Rettung Chur)Standort Fontana (Gynäkologie, Geburtshilfe, Palliativstation)Standort Walenstadt (Chirurgie, Medizin, Palliativstation, Akutgeriatrie, Notfall, Anästhesie, Operationsabteilung) LaufbahnmodellDas Kantonsspital Graubünden orientiert sich an einem Laufbahnmodell in der Pflege, das Pflegefachkräften die Möglichkeit bietet sich beruflich weiterzuentwickeln. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur Pflegefachfrau HF/FH oder zum Pflegefachmann HF/FH stehen verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung. Es werden unterschiedliche Karrierewege angeboten wie Bildungskarriere, Führungskarriere oder Fachkarriere, angefangen bei Fachangestellten Gesundheit bis hin zu Pflegeleitung.Entdecken Sie Ihre individuellen Perspektiven und Chancen bei uns. Bild Dokument Laufbahnmodell Pflege Innovation und Projekte in der Pflege Gelingende Organisationsentwicklung bedeutet, dass wir interne Prozesse und digitale Innovationen gleichzeitig denken und vorantreiben. DigitalisierungDie Pflege ist proaktiv daran beteilig, dass die pflegerischen Grundlagen sowie die Bedürfnisse und Prozesse der Pflege in den Digitalisierungsprozess des KSGR integriert werden. Wir treiben digitale Entwicklungen voran, die den Arbeitsalltag in der Pflege effizienter gestalten und administrative Abläufe automatisieren. ProjekteEin ausgewiesenes Team mit Pflegehintergrund realisiert am KSGR Projekte in der Pflege. Dieses Team setzt Projekte in der Pflege zügig und agil um und entlastet mit seiner Arbeit die Führungskräfte. Innovative Arbeitszeitmodelle (inkl. Pilotversuch einer 4-Tage-Woche mit 42 Stunden) Die Frauenklinik Fontana testete von August bis Dezember 2024 ein 4-Tage-Woche-Modell im Pflegebereich mit einer Wochenarbeitszeit von 42 Stunden. Aufgrund der positiven Ergebnisse und hohen Zustimmung wird das Modell ab Januar 2025 dauerhaft eingeführt und kann bei Bedarf auf weitere Departemente ausgeweitet werden.Ergebnisse des Pilotprojekts:✔ Hohe Zufriedenheit: 85 % der Mitarbeitenden möchten das Modell fortsetzen.✔ Bessere Erholung: Kürzere Krankheitsausfälle und verbesserte Work-Life-Balance.✔ Gleiche Pflegequalität: Keine Zunahme von Fehlern oder Einschränkungen.Fazit:Die 4-Tage-Woche steigert die Arbeitgeberattraktivität, bietet mehr Flexibilität und fördert die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Eine schrittweise Ausweitung in weitere Bereiche ist möglich.Ansprechperson: Sylke Schwarzenbach, Pflegeleitung Frauenklinik Cliniserve - das digitale Aufgabenmanagement Das digitale Aufgabenmanagement Cliniserve CARE optimiert den Stationsalltag, indem es Pflegekräfte mit einem mobilen Pflegeassistenten entlastet. Aufgaben werden automatisch nach Qualifikation und Zuständigkeitsbereich delegiert, was die interne sowie die Patientenkommunikation verbessert. Gleichzeitig entfallen doppelte Wege und unnötige Telefonate, wodurch Arbeitsprozesse effizienter gestaltet werden.Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt im Jahr 2024 auf einer Station der Inneren Medizin wird Cliniserve CARE 2025 im gesamten stationären Bereich eingeführt, um die Entlastung der Pflegekräfte weiter voranzutreiben.Ansprechperson: Hanna Burkhalter, Leitung Pflegeentwicklung EpaAC - datengestützte Bewertung für eine bessere Pflege Das epa-Bewertungssystem ermöglicht eine datenbasierte Einschätzung des Gesundheitszustands pflegebedürftiger Menschen. Im stationären Bereich setzen wir bei erwachsenen Patient:innen das epaAC (Acute Care) ein. Durch die epaAC Primärdokumentation werden Fähigkeiten und Beeinträchtigungen anhand eines vierstufigen Punktesystems erfasst. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sorgen für eine transparente und effektive pflegerische Behandlung. Zugleich unterstützt diese Datengrundlage das Einrichtungsmanagement in der Planung und Steuerung der Versorgung der Patient:innen. Seit Oktober 2023 ist epaAC bei uns im Einsatz.Ab 2025 bereiten wir uns auf die Einführung von epaKIDS vor – das Bewertungssystem für die akutstationäre Versorgung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Die Implementierung ist für August 2025 geplant. Wie bei epaAC werden mit epaKIDS die Fähigkeiten und Beeinträchtigungen der jungen Patient:innen erfasst, um eine gezielte pflegerische Behandlung und eine optimierte Versorgungssteuerung zu ermöglichen.Ansprechperson: //hanna.burkhalter [at] ksgr.ch (Hanna Burkhalter), Leitung Pflegeentwicklung FaGe Kompetenzerweiterung Zur Entlastung des Pflegepersonals und Stärkung der beruflichen Entwicklung der Fachangestellten Gesundheit hat das Kantonsspital Graubünden 2023 ein Pilotprojekt zur Kompetenzerweiterung gestartet. Dies fördert eine effizientere Arbeitsverteilung und erhöht die Attraktivität des Berufs.Projekt und UmsetzungDie Kompetenzerweiterung umfasst gezielte Schulungen und Praxisanwendungen in folgenden Bereichen:Kurzinfusionen aufziehen und anhängenMedikamentenlehre (Antibiotika, Analgetika WHO Stufe 1, Antiemetika)Venflon legen, Blutkulturen abnehmenWundbeurteilung, Redon-Drainagen entfernenTransfusionskontrolle und sichere TransporteDie Teamarbeit im Tandem bleibt weiterhin bestehen wie bisher. Das Prinzip der vier-Augen-Kontrolle ist Grundlage für alle Mitarbeiter:innen.Evaluation und ErgebnisseEine Umfrage mit hoher Beteiligung zeigte positive Effekte auf die Arbeitsverteilung und Zufriedenheit.Ansprechperson: Projektleitung Pflege VAR Healthcare VAR-Healthcare Portal: Schneller Zugang zu aktuellen PflegerichtlinienMedizinisches Fachpersonal benötigt im Arbeitsalltag schnellen Zugriff auf aktuelle und evidenzbasierte Pflegerichtlinien. Dafür steht das VAR-Healthcare-Portal zur Verfügung. Es ermöglicht Pflegefachpersonen, in kürzester Zeit die richtigen Informationen zu finden.International anerkannt mit lokalen AnpassungenVAR Healthcare bietet evidenzbasierte Handlungsanweisungen für die tägliche Pflegepraxis. Da jedes Spital spezifische Standards hat, werden die Handlungsempfehlungen am KSGR durch den Ausschuss der Pflegekaderkonferenz für Pflegequalität und weiteren Fachpersonen an die internen Gegebenheiten angepasst.Effiziente und intuitive SucheDas digitale Portal erleichtert den Zugriff durch eine smarte Suchfunktion, ähnlich wie bei gängigen Suchmaschinen. So finden Pflegefachpersonen schnell präzise Antworten auf ihre Fragen.Detaillierte und nachvollziehbare RichtlinienJede Handlungsempfehlung wird detailliert erläutert, illustriert und begründet, sodass die Pflegefachpersonen jederzeit die Hintergründe nachvollziehen können. Zudem steht ein Wissenstest zur Verfügung, mit dem das eigene Fachwissen überprüft und vertieft werden kann.Das VAR-Portal ist ein wertvolles Tool, um die Pflegequalität und Effizienz im Arbeitsalltag nachhaltig zu verbessern.Ansprechperson: Hanna Burkhalter, Leitung Pflegeentwicklung