Wirbelsäulenchirurgie | Kantonsspital GR

Wirbelsäulenchirurgie

Die Wirbelsäule ist das zentrale Stützorgan unseres Körpers. Sie verbindet den Kopf und den Rumpf mit dem Becken. Durch ihre "Doppel-S"-Form ermöglicht sie uns im gesunden Zustand einen kräftesparenden aufrechten Gang.

Die Wirbelsäule besteht in der Regel aus sieben Halswirbeln, zwölf Brustwirbeln, fünf Lendenwirbeln und dem Kreuzbein. Sie hat eine Schutzfunktion, insbesondere des Rückenmarks und der austretenden Nerven, aber auch der inneren Organe. Aufgrund dessen, dass jeder Wirbel ein Gelenk nach oben und unten besitzt, als auch durch die zwischen jedem Wirbelkörper vorhandenen Bandscheiben, ist sie sehr beweglich. Es gibt jedoch Bereiche die weitaus mobiler sind als andere, was insbesondere für die Hals- und Lendenwirbelsäule zutrifft. Das Zusammenspiel einer Vielzahl von Muskeln ermöglicht Bewegungen wie Beugung und Streckung, Seitneigung und Rotation. Zusätzlich stabilisiert wird diese komplexe segmentale Struktur durch Bänder und Gelenkkapseln.

Durch Fehlbildungen sowie Fehlstellungen, altersbedingte Abnutzungen, Verletzungen, Entzündungen oder Tumore kann es zu Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule oder der austretenden Nerven kommen. Es bedarf neben der klinischen Untersuchung meistens eine Kombination weiterführender Abklärungen mit speziellen bildgebenden Verfahren (Röntgen, MRI, CT, …). Häufig ist das auch zusätzlich verbunden mit Infiltrationen, damit Schmerzursprünge identifiziert werden können, um einen spezifischen, individuellen Therapieplan zu entwickeln. 

Häufig können mit einer nicht-operativen Therapie (Physiotherapie, Schmerztherapie, Infiltration) die Beschwerden gelindert werden. Je nach Pathologie ist eine Operation notwendig.

Das Spezialistenteam der Wirbelsäulenchirurgie der Orthopädie und Unfallchirurgie bietet das komplette Spektrum der konservativen und operativen Therapie von Verletzungen, abnutzungsbedingten Veränderungen, Tumoren, Entzündungen und Fehlstellungen der Wirbelsäule an. 
 

Behandlungsspektrum

  • operative Entlastungen von Spinalkanal-Stenosen (Dekompression)
  • Dekompressionen von Nervenwurzeln
  • Versteifungen (Spondylodesen)
  • korrigierende Versteifungen (Aufrichte-Spondylodesen)
  • Infiltrationen unter Röntgenbild-Kontrolle im Bereich der Nervenwurzeln, der kleinen Wirbelgelenke und des Spinalkanals zur Diagnostik und Therapie
  • Operationen zur Stabilisierung oder Versteifung von verletzen Wirbelabschnitten inklusive Rekonstruktionen von zerstörten Wirbelkörpern im Bereich der gesamten Wirbelsäule (Wirbelkörperersatz)
  • Stabilisationen von Osteoporose-Brüchen, minimalinvasiv mit Knochenzement (Vertebro- und Kypho-Plastien)
  • Rekonstruktionen von Deformitäten der Wirbelsäule nach Frakturen
  • konservative Behandlungen von gebrochenen Wirbelsäulen inklusive Nachsorge
  • aufrichtende Versteifungen (Aufrichte-Spondylodesen) inklusive Osteotomien bei Kyphosen und degenerativen Skoliosen
  • Konservative Behandlungen von Skoliosen (mit und ohne Korsett) im Kindesalter
  • Operationen zur Stabilisation und Rekonstruktion (Versteifungen) der Wirbelsäule inklusive Wirbelkörperersatz und Dekompression des Nervenkanals
  • Biopsien (zur Sicherung der Diagnose)
  • Versteifungen inklusive Defekt-Rekonstruktionen der Wirbelkörper
  • Revisionseingriffe bei Infekten
  • Abklärungen inklusive Infiltrationen
  • Revisions-Versteifungen (Revisions-Spondylodesen)
  • Facettengelenks-Infiltrationen (kleine Wirbelgelenke)
  • Nervenwurzel-Infiltrationen
  • Sakralblock/epidurale Infiltrationen
  • Discographien (Infiltrationen der Bandscheibe)

Ihre Ansprechpersonen

Ivan Broger
Co-Chefarzt
Orthopädie / Unfallchirurgie, Stv. Leiter Orthopädie / Unfallchirurgie, Leiter Wirbelsäulenchirurgie

Dr. med. Ivan Broger

Raphael Jenni
Leitender Arzt
Orthopädie / Unfallchirurgie

Dr. med. Raphael Jenni

Veit Schoenborn
Leitender Arzt
Orthopädie / Unfallchirurgie, Stv. Leiter Wirbelsäulenchirurgie

Dr. med. Veit Schoenborn