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Weiterbildung

Pflege

Die Intensivstation im Kantonsspital Graubünden übernimmt als Einzige in Graubünden die Funktion einer Weiterbildungsstätte für das Nachdiplomstudium Höhere Fachschule Intensivpflege (NDS HF IP). Das NDS HF IP (PDF) wird zusammen mit dem Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales (BGS) in Chur angeboten.

Film "Dipl. Expertin/Experte Intensivpflege NDS HF"


Die Ausbildung startet zweimal pro Jahr, jeweils im Januar und im August. Die Studierenden des NDS HF IP profitieren von einem reichhaltigen, interdisziplinären Lernangebot auf einer Intensivstation mit einem breiten Spektrum aus wesentlichen Gebieten der Chirurgie, Traumatologie, Neurochirurgie und dem gesamten Spektrum der Inneren Medizin. Die Verbindung des theoretisch erworbenen Wissens erfolgt unter stufengerechter Betreuung während des gesamten Studienganges.

Voraussetzungen
Wer das Nachdiplomstudium HF Intensivpflege absolvieren will, muss eine abgeschlossene Ausbildung als diplomierte Pflegefachperson HF oder FH oder ein vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) anerkanntes, gleichwertiges ausländisches Diplom in Pflege vorweisen können. Der Kandidat hat zudem über mindestens ein Jahr Berufserfahrung in einem Akutpflegebereich nachzuweisen. Die Bewerbung erfolgt über die Pflegeleitung der Intensivstation des Kantonsspitals Graubünden.

Interessierte wenden sich bitte per E-Mail direkt an die Pflegeleitung der Intensivstation.

Ärzte

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Auf der Intensivstation (IPS) des Kantonsspitals Graubünden (KSGR) werden permanent Assistenzärztinnen/-ärzte weitergebildet. Unser Weiterbildungskonzept orientiert sich an den Vorgaben der Weiterbildungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) sowie dem schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) der Vereinigung Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH). Aktuelle Beurteilung der Weiterbildungsstätte

Derzeit werden acht Vollzeitstellen für Assistenzärztinnen/-ärzte angeboten (die Möglichkeit von Teilzeitarbeit ist vorhanden). Vier Vollzeitstellen stehen für Facharztanwärter/-innen Intensivmedizin zur Verfügung. Ihre Weiterbildungszeit (Weiterbildungsstätte Kat. A) auf unserer Station beträgt maximal 36 Monate. Für die Weiterbildung der Assistenzärztinnen/-ärzte sind fünf Kaderärztinnen/-ärzte mit dem Facharzt Intensivmedizin zuständig und permanent verfügbar (Weiterbildungskonzept Intensivmedizin KSGR (PDF)). Die verbleibenden vier Vollzeitstellen stehen Assistenzärztinnen/-ärzten offen, die sich im Rahmen ihrer Weiterbildung zu anderen Facharzttiteln vertieft mit dem Fachgebiet der Intensivmedizin auseinandersetzen ("Nicht-Facharztanwärter/-innen"). In der Regel sind diese Stellen KSGR-internen Rotationsassistenzärzten/-innen der Kliniken Medizin, Chirurgie und Anästhesie vorbehalten; die Anstellungsdauer für die Nicht-Facharztanwärter/-innen beträgt normalerweise sechs Monate.
 
Alle Assistenzärztinnen/-ärzte sind dem Arbeitsgesetz unterstellt. Die maximale Wochenarbeitszeit beträgt 50 Stunden. Wir arbeiten im 3-Schicht-System. Tags arbeiten wir mit zwei bis drei Assistenzärztinnen/-ärzten; nachts ist ein/-e Assistenzärztin/-arzt auf der Station. Für entsprechend qualifizierte Kolleginnen und Kollegen besteht die Möglichkeit, als Notärzte bei der rettung chur mitzuarbeiten.

An einer Weiterbildung auf unserer Station interessierte Kolleginnen und Kollegen mit eidgenössischem Arztdiplom (oder Äquivalent) sowie mindestens zweijähriger klinischer Erfahrung wenden sich bitte direkt per E-Mail an den Chefarzt der Intensivstation. 

FCCS-Kurs

FCCS (Fundamental Critical Care Support)

Die Intensivstation des Kantonsspitals Graubünden veranstaltet zusammen mit den Partnerstationen der INSO (Intensivmedizinisches Netzwerk Südostschweiz) seit 2011 einen weltweit anerkannten Einführungskurs in Intensivmedizin. Der FCCS-Kurs (Fundamental Critical Care Support) wird von der US-amerikanischen Society of Critical Care Medicine herausgegeben und von der Europäischen, wie auch Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (ESICM / SGI-SSMI) anerkannt.

Der 2 ½ tägige Kurs richtet sich an angehende Intensivmediziner/innen sowie an diejenigen Kollegen/Kolleginnen, die sich vertieft auf eine Rotationsstelle auf einer Intensivstation vorbereiten wollen.

Die Veranstaltung ist sehr vielseitig aufgestellt. Die wichtigsten Themen der Intensivmedizin werden von Referenten aus akademischen wie auch nicht-universitären Zentren vermittelt. Es werden Vorträge im Plenum gehalten und Skill-Workshops in Kleingruppen durchgeführt. Ein direkter Austausch mit den Expertinnen und -experten ist jederzeit möglich und gewünscht – ein gemeinsamer Gesellschaftsabend in der regionalen Gastronomie soll für bereichernde Gespräche sorgen!

Für den Kurs werden bis zu 20 Credits durch die SGI-SSMI, SGAR-SSAR, SGNOR-SMUSS, SGC-SSC, SGIM-SGAM vergeben.

Wenn Sie hochqualifizierte Referent/innen, spannende Themen und eine angenehme Lernatmosphäre in einer wunderschönen Region suchen, sind Sie bei uns richtig! 

Fotos Kurs 2016

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Fotos Kurs 2015

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Fotos Kurs 2014

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Take-Home-Messages 2016

• SBAR und ABCDE
• auch ein Baum ist ansprechbar
• Delir ist Seroquelmangel
• Letal Trial kills
• Window of opportunity in Trauma Patienten
• Polytrauma Übernahme auf IPS jederzeit möglich
• Das Hirn überlebt abhängig von Blutfluss
• SHT Prognose: Alter und initiales GCS
• Immer Lyse bei Stroke, ausser kontraindiziert
• Blutdruck ist nicht Blutfluss
• ans Patienten Bett gehen und bleiben (und schau unter die Decke)
• Venen Füllung = venöser Rückfluss
• Venenfüllung und Rekap-Zeit in Kombination als Verlaufsparameter
• Niere mag kein Rückwärtsversagen
• Furosemid Stress Test
• Grunderkrankungen bei Gerinnungsstörungen sanieren
• O2 Angebot vs. O2 Verbrauch
• CPP = MAP-ICP (60 mmHg Ziel)
• Volumen, aber nicht zu viel
• O2 Angebot: Cardiac Output, Hb und Sat%
• Thromboembolie Prophylaxe innerhalb 24h
• Prärenales Nierenversagen = renale Hypoperfusion
• Zu hohe sVO2 = reduzierte Ausschöpfung
• Ursache von Störungen VOR Werte-Kosmetik
• TIME IS BRAIN: SAVE the Penumbra!
• Arrythmie bei Hypokaliämie = Magnesium geben!
• Pflegeberichte lesen!
• ACS Schema, NSTEMI vs. STEMI
• Oxigenation vs. Ventilation anstatt partiell vs. Globale Ateminsuffizienz
• Volumen Responsivness ist physiologisch
• Na- Substitutionsregel
• Oxygenationsstörung braucht O2, nicht NIV
• Die Gewebeperfusionsverbesserung ist eine komplexe Aufgabe
• Stressed Volume vs. unstressed Volume
• ACS: Klinik und EKG
• Hyperkapnie: Ventilation, Hypoxie: Oxygenation
• Systematisch, sogfältig vorgehen
• NIV bei Lungenödem
• Keine präklinische duale Plättchen Hemmung bei NSTEMI
• Nutrition: Überernährung in der frühen Phase vermeiden
• Stroke: save a minute, save a day
• Flüssigkeit: ist es so schwierig oder nicht: stay with your patient!
• Dosis von Antibiotika bei Sepsis: doppelt!
• Proteinzufuhr (fast) wichtiger als Energie Zufuhr
• Ernährung ist wichtig
• Sepsis und Septischer Shock
• Quick SOFA
• Konventionelle Gerinnungstests bei NOAK nicht beurteilbar
• Leukozyten und Sepsis: schlechter Parameter
• Verbrennungsmedizin ist nicht mein Fach
• Nichts ist so einfach wie es erscheint

Take-Home-Messages 2015

  • SHT: 1. Normoventilation 2. Sedation 3. Mannitol
  • Blutdruck immer mit Patient zusammen beurteilen und therapieren
  • Cyklocapron bei Polytrauma
  • ABGA nicht nur bei Atemproblemen
  • Blutdruck IST NICHT Flow
  • Lasix bringt nichts nach Anurie, Lasix ist kein „Universalmittel“
  • "Story’s Simplified Approach":  absolute Neuheit
  • Deadly Trias
  • Socken ausziehen
  • Kontraindikationen bei STEMI für Koro
  • O2 Balance bei Patientenbeurteilung
  • Flüssigkeitsmanagement bei Verbrennungsopfern
  • Beatmungsprinzipien
  • Bei non Volume-responsivness an das rechte Herz denken
  • SjVO2>ScVO2
  • Organperfusion (MAP-CVP)
  • Therapie gemäss Zielsetzung, n. kontinuierlicher Evaluation
  • Therapie und Pathophysio gehören zusammen
  • Keine apparative Diagnostik ersetzt die klinische Untersuchung
  • Den gesunden Menschenverstand nicht vergessen!

Rückmeldungen der Kursteilnehmer/-innen 2016

  • "Sehr sehr guter Kurs!" (Innere Medizin 5. Jahr)
  • "Hervorragende Organisation!" (Chirurgie 4. Jahr)
  • "Mir hat der Kurs insgesamt sehr gut gefallen, auch mit vielen guten Fallbeispielen und praktischen Übungen." (Innere Medizin 4. Jahr)
  • "Gute Veranstaltung, angenehmes Klima." (Anästhesie. 6. Jahr)
  • "Super Kursorganisation! BRAVO (Organisatorisch, sozial – Abendessen-fachlich)" (Innere Medizin 4. Jahr)
  • "Strukturierter Überblick/Einblick/Gute Diskussionen." (IPS 10. Jahr)
  • "Sehr interessante Vorträge mit spannenden Referenten." (Chir. 3. Jahr) 
      

Rückmeldungen der Kursteilnehmer/-innen 2015

  • "Ich würde den Kurs weiterempfehlen, da sehr lehrreich, top organisiert und abwechslungsreich." (Evt. Intensivmedizin, 1. Jahr)
  • "Mir hat der Kurs sehr gefallen und sachlich viel gebracht." (Chirurgie, 4. Jahr)
  • "Vielen Dank! Super Kurs, sehr persönliche und sympathische Leitung und Referenten!" (Innere Medizin, 2. Jahr)
  • "Herzlichen Dank." (Innere Medizin, 2. Jahr)
  • "Herzlichen Dank, super Kurs, super kompetente Referenten, fachlich, sehr didaktisch und menschlich. Bester Kurs den ich je besucht habe! Kann ich weiterempfehlen, weil Wissensvermittlung (Praxis und Theorie) und man kann allen Frage stellen." (Innere Medizin, 2. Jahr)
  • "Herzlichen Dank! Super. Ich würde den Kurs weiterempfehlen, weil er einfach super toll war und man sehr viel profitieren konnte." 
  • "Herzlichen Dank für den tollen Kurs, die Skills waren wirklich top!" (Innere Medizin, 2 Jahr)
  • "Ausgezeichnete Dozenten und Vortragsinhalte, Inhalte für IPS-Alltag, gutes Fundament für Weiterentwicklung am Patientenbett." (Anästhesie, 6. Jahr)
  • "Sehr gut strukturierter Kurs, sehr herzliche Atmosphäre - gemeinsames Essen war super!" (Anästhesie, 5. Jahr)
  • "Ich würde den Kurs weiterempfehlen, weil gute Vorbereitung für die IPS Rotation, als Refresher oder Wiederholung." (Innere Medizin, 3. Jahr)

Rückmeldungen der Kursteilnehmer/-innen 2014

  • "Der Kurs liefert einen Rundumschlag. Alle wichtigen IPS-Themen werden angesprochen." (Anästhesie, 3. Jahr)
  • "Sehr guter Kurs (Instruktoren, Anwendbarkeit)." (Innere Medizin, 4. Jahr)
    "Sehr gute Organisation. Vom Empfang über Räumlichkeiten, Verpflegung, tipp topp." (Allg. Innere Medizin, 4. Jahr)
  • "Insgesamt super aufgebaut, sehr hilfreich. Sehr gut organisiert und vorbereitet, effizient, sensationelle Organisation." (Fachrichtung noch offen, 1. Jahr)
  • "Vielen Dank für die super Organisation; insbesondere auch die Teambildung war super." (Innere Medizin, 2. Jahr)
  • "Sehr gut organisiert, sehr gute Präsentationen, hohe Fachkompetenz." (Innere Medizin, 4. Jahr)
  • "Sehr, sehr guter Kurs, informativ." (Anästhesie/IPS, 4. Jahr)
  • "Super Kurs von A-Z. Würde jedoch befürworten, wenn die Kursdauer etwas länger wäre, damit man etwas aufnahmefähiger bleibt." (Innere Medizin, 4. Jahr)

Sonografie

Fokussierte Sonografie
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Unterlappenatelektase mit Pleuraerguss

Die Interdisziplinäre Intensivstation des Kantonsspitals Graubünden bietet als Teil ihres Weiterbildungscurriculums einen strukturierten Lehrgang zur sogenannten fokussierten Sonografie. Unter fokussierter Sonografie auf der Intensivstation wird die gezielte Anwendung der Ultraschalltechnologie am Patientenbett bei kritisch Kranken durch den behandelnden Arzt verstanden.

Die fokussierte Sonographie kommt üblicherweise in folgenden Situationen zur Anwendung:

  • ergänzende diagnostische Untersuchung im Rahmen einer organ- und diszplinenübergreifenden Behandlung von kritisch kranken Patienten und Notfallpatienten
  • schwierige oder risikoreiche invasive Verfahren wie Punktionen oder Katheter-Einlagen
  • Monitoring von ausgewählten Vitalparametern, wie zum Beispiel die Volumenreagibilität bei hämodynamisch instabilen Patienten


Die aus der Ultraschalluntersuchung resultierenden Zusatzinformationen führen zum verbesserten Erkennen von therapierelevanten oder lebensbedrohlichen Befunden und ermöglichen ein zeitnahes und zielgerechtes Handeln.

Während der Ultraschall-Ausbildung auf der Intensivstation wird fokussierte Sonografie in Kursen und Praktika vermittelt. Alle sechs Monate wird ein neuer Themenblock verstärkt geübt und zu Beginn mit einer theoretischen Einführung eingeleitet. Die Qualität der Ausbildung wird formal gewährleistet, indem ein für die fokussierte Sonographie qualifizierter Tutor/Kursleiter (SGUM) zur Verfügung steht.

Die Ultraschallausbildung richtet sich an angehende Intensivmediziner aber auch an andere Berufs- Kolleginnen und -Kollegen. Ergänzend werden Hospitationen im 1:1 Teaching angeboten.

Ultraschall Ausbildungskonzept Intensivstation KSGR 2016 (PDF)

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Lungenkontusion