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Weiterbildung Intensivmedizin

Pflege

Die Intensivstation im Kantonsspital Graubünden übernimmt als Einzige in Graubünden die Funktion einer Weiterbildungsstätte für das Nachdiplomstudium Höhere Fachschule Intensivpflege (NDS HF IP). Das NDS HF IP (PDF) wird zusammen mit dem Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales (BGS) in Chur angeboten.

Film "Dipl. Expertin/Experte Intensivpflege NDS HF"


Dipl. Expertinnen und Experten Intensivpflege NDS HF erfüllen ihre Aufgaben in einer Intensivstation für Erwachsene oder Kinder. Sie übernehmen die Intensivpflege und Betreuung von Patientinnen und Patienten in akut lebensbedrohlichen Situationen. Die unvorhersehbaren und sich rasch ändernden Situationen stellen grosse Herausforderungen dar für die Fachspezialistinnen und Fachspezialisten und erfordern eine hohe Flexibilität sowie rasches Reagieren. Die Intensivstation ist mit neusten medizinisch-technischen Mitteln zur kontinuierlichen Überwachung, zur Unterstützung oder Übernahme der Vitalfunktionen ausgestattet. Im Arbeitsfeld der dipl. Expertin/des dipl. Experten Internsivpflege HF NDS sind psychosoziale, ethische und familiensystembezogene Kompetenzen bedeutsame Voraussetzungen.

Ausbildung

  • 2 Jahre berufsbegleitend, Anstellung an einem Spital 
  • Abschluss als dipl. Experte / Expertin Intensivpflege NDS HF 
  • Start der Ausbildung: jeweils im Januar und August


Die Studierenden des NDS HF IP profitieren von einem breiten, interdisziplinären Lernangebot auf einer Intensivstation mit einem breiten Spektrum aus wesentlichen Gebieten der Chirurgie, Traumatologie, Neurochirurgie und dem gesamten Spektrum der Inneren Medizin. Die Verbindung des theoretisch erworbenen Wissens erfolgt unter stufengerechter Betreuung während des gesamten Studienganges.

Voraussetzungen

  • Abschluss auf der Tertiärstufe als dipl. Pflegefachfrau HF / dipl. Pflegefachmann HF oder Bachelor of Science in Pflege FH oder ein vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkanntes ausländisches Diplom in Pflege 
  • mindestens 12 Monate Berufserfahrung
  • Deutschkenntnisse Niveau B2, empfohlen C1

Anforderungen

  • Fundiertes medizinisches und pflegerisches Basiswissen 
  • Sorgfältigkeit 
  • Verantwortungsbewusstsein 
  • Teamfähigkeit 
  • Kritikfähigkeit 
  • Entscheidungs- und Reaktionsfähigkeit 
  • Flexibilität 
  • Belastbarkeit und Durchhaltevermögen 
  • technisches Interesse

Bewerbung und Selektion

Bei einer Bewerbung für einen Ausbildungsplatz im Kantonsspital Graubünden muss das folgende mehrstufige Aufnahmeverfahren durchlaufen werden: 

  • vollständige Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf mit Foto, Motivationsschreiben, Zeugnisse und Diplome) 
  • ein bis zwei Schnuppertage in der interdisziplinären Intensivstation
  • Gespräch mit der Pflegeleitung und einer Berufsbildnerin bzw. einem Berufsbildner der Intensivstation 

Weitere Informationen

Bei Fragen und für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Sandra Rupp, Pflegeleiterin Intensivmedizin, Tel. +41 81 256 64 42, E-Mail

Über freie Stellen informieren Sie sich über unser Stellenportal Offene Stellen Aus- und Weiterbildung, Praktika.

Weitere Informationen erhalten Sie auch beim Bildungszentrum Gesundheit und Soziales BGS Chur: https://www.bgs-chur.ch/

Ärzte

Auf der Intensivstation (IPS) des Kantonsspitals Graubünden (KSGR) werden permanent Assistenzärztinnen/-ärzte weitergebildet. Unser Weiterbildungskonzept orientiert sich an den Vorgaben der Weiterbildungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) sowie dem schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) der Vereinigung Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH). Aktuelle Beurteilung der Weiterbildungsstätte

Derzeit werden acht Vollzeitstellen für Assistenzärztinnen/-ärzte angeboten (die Möglichkeit von Teilzeitarbeit ist vorhanden). Vier Vollzeitstellen stehen für Facharztanwärter/-innen Intensivmedizin zur Verfügung. Ihre Weiterbildungszeit (Weiterbildungsstätte Kat. A) auf unserer Station beträgt maximal 36 Monate. Für die Weiterbildung der Assistenzärztinnen/-ärzte sind fünf Kaderärztinnen/-ärzte mit dem Facharzt Intensivmedizin zuständig und permanent verfügbar (Weiterbildungskonzept Intensivmedizin KSGR (PDF)). Die verbleibenden vier Vollzeitstellen stehen Assistenzärztinnen/-ärzten offen, die sich im Rahmen ihrer Weiterbildung zu anderen Facharzttiteln vertieft mit dem Fachgebiet der Intensivmedizin auseinandersetzen ("Nicht-Facharztanwärter/-innen"). In der Regel sind diese Stellen KSGR-internen Rotationsassistenzärzten/-innen der Kliniken Medizin, Chirurgie und Anästhesie vorbehalten; die Anstellungsdauer für die Nicht-Facharztanwärter/-innen beträgt normalerweise sechs Monate.
 
Alle Assistenzärztinnen/-ärzte sind dem Arbeitsgesetz unterstellt. Die maximale Wochenarbeitszeit beträgt 50 Stunden. Wir arbeiten im 3-Schicht-System. Tags arbeiten wir mit zwei bis drei Assistenzärztinnen/-ärzten; nachts ist ein/-e Assistenzärztin/-arzt auf der Station. Für entsprechend qualifizierte Kolleginnen und Kollegen besteht die Möglichkeit, als Notärzte bei der rettung chur mitzuarbeiten.

An einer Weiterbildung auf unserer Station interessierte Kolleginnen und Kollegen mit eidgenössischem Arztdiplom (oder Äquivalent) sowie mindestens zweijähriger klinischer Erfahrung wenden sich bitte direkt per E-Mail an den Chefarzt der Intensivstation. 


FCCS-Kurs

FCCS (Fundamental Critical Care Support)

Die Intensivstation des Kantonsspitals Graubünden veranstaltet zusammen mit den Partnerstationen der INSO (Intensivmedizinisches Netzwerk Südostschweiz) seit 2011 einen weltweit anerkannten Einführungskurs in Intensivmedizin. Der FCCS-Kurs (Fundamental Critical Care Support) wird von der US-amerikanischen Society of Critical Care Medicine herausgegeben und von der Europäischen, wie auch Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (ESICM / SGI-SSMI) anerkannt.

Der 3 tägige Kurs richtet sich an angehende Intensivmediziner/-innen sowie an diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die sich vertieft auf eine Rotationsstelle auf einer Intensivstation vorbereiten wollen.

Die Veranstaltung ist sehr vielseitig aufgestellt. Die wichtigsten Themen der Intensivmedizin werden von Referenten aus akademischen wie auch nicht-universitären Zentren vermittelt. Es werden Vorträge im Plenum gehalten und Skill-Workshops in Kleingruppen durchgeführt. Ein direkter Austausch mit den Expertinnen und -experten ist jederzeit möglich und gewünscht – ein gemeinsamer Gesellschaftsabend in der regionalen Gastronomie soll für bereichernde Gespräche sorgen!

Für den Kurs werden bis zu 20 Credits durch die SGI-SSMI, SGAR-SSAR, SGNOR-SMUSS, SGC-SSC, SGIM-SGAM vergeben.

Wenn Sie hochqualifizierte Referent/innen, spannende Themen und eine angenehme Lernatmosphäre in einer wunderschönen Region suchen, sind Sie bei uns richtig! Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns: E-Mail FCCS.


Melden Sie sich jetzt zu unserem FCCS-Kurs an.


Fotos Kurs 2017

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Fotos Kurs 2016

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Fotos Kurs 2015

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Rückmeldungen der Kursteilnehmer/-innen 2016

  • "Sehr sehr guter Kurs!" (Innere Medizin 5. Jahr)
  • "Hervorragende Organisation!" (Chirurgie 4. Jahr)
  • "Mir hat der Kurs insgesamt sehr gut gefallen, auch mit vielen guten Fallbeispielen und praktischen Übungen." (Innere Medizin 4. Jahr)
  • "Gute Veranstaltung, angenehmes Klima." (Anästhesie. 6. Jahr)
  • "Super Kursorganisation! BRAVO (Organisatorisch, sozial – Abendessen-fachlich)" (Innere Medizin 4. Jahr)
  • "Strukturierter Überblick/Einblick/Gute Diskussionen." (IPS 10. Jahr)
  • "Sehr interessante Vorträge mit spannenden Referenten." (Chir. 3. Jahr) 
      

Rückmeldungen der Kursteilnehmer/-innen 2017

Anästhesie:
Super Kurs, ist einer den lehrreichsten Kurse, die ich je besucht habe, Kompliment! Komme gerne nochmals in ein paar Jahren. Dazu sehr gute Referenten, die meisten didaktisch super und sehr angenehmes soziales Umfeld (auch Moderation).

Anästhesie, 3. Jahr:
Vielen Dank für den tollen Kurs, ich durfte viel lernen, repetieren und aus einer neuen Perspektive betrachten und das in einem sehr angenehmen und entspannten Setting. Super Kursleitung, super Referenten.

Chirurgie, 4. Jahr:
Ein Superkurs. Tolle Organisation, tolle und spannende Themen. Hervorragende Dozenten und Programm. Auch Chirurgen werden hervorragend integriert.

Innere Medizin, Facharzt:
Ich finde diesen Kurs mit Abstand am besten im Vergleich zu sämtlichen Fortbildungen, die ich besucht habe. Sehr fundiert und praxisnah. Gut erklärt.

Anästhesie, 5. Jahr:
Sehr lehrreiche, motivierende WB mit super Vorträgen und sympathischen Referenten/Teilnehmern.

IPS / Innere Medizin, 7. Jahr:
Sehr guter Überblick über gesamte IPS-Themen. Hervorragende Moderation durch den Kurs, man fühlt sich gut betreut.

Chirurgie, 4. Jahr:
Einer der bestorganisierten und spannendsten Kurse, die ich bisher besucht habe.

Innere Medizin, 2. Jahr:
Es war sehr spannend und lehrreich. Es wurde viel Wert auf die Pathophysiologie sowie praktische Anwendungen gelegt. Einzig die Prüfung war vor Behandlung einiger Themen. Und bitte mehr Theorie über mechanischer Beatmung.

Innere Medizin, 1. Jahr:
Sehr interessanter und lehrreicher Kurs. Ich habe das Gefühl, dass ich sehr profitieren konnte für meine weitere klinische Tätigkeit/Laufbahn.

Anonym:
Ich würde den Kurs auf jeden Fall weiterempfehlen, für recht viele unterschiedliche Fachniveaus geeignet.

Sonografie

Fokussierte Sonografie
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Unterlappenatelektase mit Pleuraerguss

Die Interdisziplinäre Intensivstation des Kantonsspitals Graubünden bietet als Teil ihres Weiterbildungscurriculums einen strukturierten Lehrgang zur sogenannten fokussierten Sonografie. Unter fokussierter Sonografie auf der Intensivstation wird die gezielte Anwendung der Ultraschalltechnologie am Patientenbett bei kritisch Kranken durch den behandelnden Arzt verstanden.

Die fokussierte Sonographie kommt üblicherweise in folgenden Situationen zur Anwendung:

  • ergänzende diagnostische Untersuchung im Rahmen einer organ- und diszplinenübergreifenden Behandlung von kritisch kranken Patienten und Notfallpatienten
  • schwierige oder risikoreiche invasive Verfahren wie Punktionen oder Katheter-Einlagen
  • Monitoring von ausgewählten Vitalparametern, wie zum Beispiel die Volumenreagibilität bei hämodynamisch instabilen Patienten


Die aus der Ultraschalluntersuchung resultierenden Zusatzinformationen führen zum verbesserten Erkennen von therapierelevanten oder lebensbedrohlichen Befunden und ermöglichen ein zeitnahes und zielgerechtes Handeln.

Während der Ultraschall-Ausbildung auf der Intensivstation wird fokussierte Sonografie in Kursen und Praktika vermittelt. Alle sechs Monate wird ein neuer Themenblock verstärkt geübt und zu Beginn mit einer theoretischen Einführung eingeleitet. Die Qualität der Ausbildung wird formal gewährleistet, indem ein für die fokussierte Sonographie qualifizierter Tutor/Kursleiter (SGUM) zur Verfügung steht.

Die Ultraschallausbildung richtet sich an angehende Intensivmediziner aber auch an andere Berufs- Kolleginnen und -Kollegen. Ergänzend werden Hospitationen im 1:1 Teaching angeboten.

Ultraschall Ausbildungskonzept Intensivstation KSGR 2016 (PDF)

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Lungenkontusion