Schilddrüsen-Sprechstunde | Kantonsspital Graubünden

Schilddrüsen-Sprechstunde

In Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, HNO-Klinik, Nuklearmedizin und Pathologie werden Patientinnen und Patienten mit allen Arten von Schilddrüsenerkrankungen interdisziplinär besprochen und behandelt.

Schilddrüsendysfunktion

Die Schilddrüse produziert als endokrines Organ Hormone, die für den Stoffwechsel und das Wachstum des Körpers unentbehrlich sind. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, bei einer Überfunktion (Hyperthyreose) zu viele. 

Die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion ist die chronische Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditis), eine Autoimmunerkrankung, bei der das Schilddrüsengewebe über einen längeren Zeitraum zerstört wird. Je nach Schweregrad der Unterfunktion ist eine Hormonsubstitution erforderlich.

Der Morbus Basedow (englischer Sprachraum: Graves disease) ist eine der häufigsten Formen der Schilddrüsenüberfunktion. Es handelt sich ebenfalls um eine Autoimmunerkrankung, die in der Regel initial medikamentös mit Thyreostatika behandelt wird. Eine weitere häufige Ursache der Hyperthyreose ist die Schilddrüsenautonomie, die meist durch Knoten in der Schilddrüse hervorgerufen wird. Nach initialer medikamentöser Therapie ist meist eine definitive Therapie (Operation oder Radiojodtherapie) indiziert.
 

Schilddrüsenknoten

Schilddrüsenknoten sind sehr häufig und ab dem 60sten Lebensjahr bei ca. 50% der Menschen nachweisbar. Knoten, die keine Schilddrüsenüberfunktion verursachen, werden mittels Ultraschall klassifiziert. Je nach Einstufung wird eine ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion oder eine Verlaufskontrolle durchgeführt, wobei über 95% der Knoten gutartig sind.

Ihr Ansprechpartner

Thomas Vorburger
Leitender Oberarzt
Endokrinologie / Diabetologie

Dr. med. Thomas Vorburger