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Psychoonkologischer Dienst 

Am Kantonsspital Graubünden finden Krebskranke und ihre Angehörigen in einem multidisziplinären Team Unterstützung in seelsorgerlichen, psycho-sozialen und psychologischen Fragen.

Über uns

Die Mitglieder des Psychoonkologischen Dienstes des Kantonsspitals Graubünden sind:

  • Dr. phil. Angela Zindel (Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Psychoonkologische Psychotherapeutin FSP)
  • lic. theol. Susanna Meyer Kunz (ref. Pfarrerin, Spitalseelsorgerin)


Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 30'000 Menschen an Krebs. Das sind etwa so viele, wie Chur Einwohner hat. Diese Menschen wähnten sich gestern noch gesund und sind heute mit einer lebensbedrohlichen Diagnose konfrontiert. Damit ist auf einen Schlag nichts mehr so, wie es war.

Im Laufe einer Krebserkrankung kann es zeitweilig sowohl bei Betroffenen als auch bei Angehörigen zu grossen seelischen Belastungen kommen. Unterstützung durch eine Fachperson kann dann hilfreich sein.

Forschungsergebnisse zeigen, dass sich Krebskranke und ihre Angehörigen mit psychoonkologischer Unterstützung schneller und besser in der neuen Lebenssituation zurecht finden, weniger Ängste und depressive Verstimmungen beklagen, die belastende medizinische Behandlung leichter durchstehen und weniger unter Schmerzen leiden.

Wir sind ein multidisziplinäres Team und bieten Gespräche sowohl für Betroffene als auch für Angehörige an. Diese professionellen Gespräche können helfen, das seelische Gleichgewicht wieder zu erlangen und die Lebensqualität zu verbessern. Wir sind in allen Phasen der Behandlung für Sie da. Die Anzahl der Gespräche wird mit Ihnen gemeinsam festgelegt. Es ist auch möglich, nur ein einmaliges Gespräch zur Standortbestimmung zu vereinbaren.

Krebs – und wie geht es mir psychisch?

Bei den meisten Personen löst die Diagnose Krebs starke Gefühle und viele Fragen aus. Zum Beispiel: Warum trifft es gerade mich? Werde ich wieder gesund? Wie soll ich mit dieser Diagnose glücklich weiterleben können? Wie viel soll ich meinen Kindern über meine Krankheit sagen? Und mit welchen Worten? Werde ich sterben? Soll ich meine Erkrankung am Arbeitsplatz offen legen? Wie kann ich mich im Alltag entlasten? Wie kann ich die Krankheit vergessen und abschalten?

Viele Betroffene werden zu Beginn der Diagnose oder irgendwann im Laufe der Behandlungszeit von diesen vielen Gefühlen und Gedanken derart überschwemmt, dass sie unter Stresssymptomen leiden. Patientinnen und Patienten können dann nicht mehr schlafen, leiden unter Gedankenkreisen, haben Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmungen oder entwickeln übermässige Ängste. In diesen Situationen kann das Gespräch mit psychoonkologischen Fachpersonen helfen Sie zu entlasten. Dabei wird das Chaos der Gefühle und Gedanken geordnet und es werden gemeinsam konkrete Tipps für den Alltag erarbeitet.

Wie geht es meinen Angehörigen?

Die Familienangehörigen sind psychisch genauso belastet, werden aber von Freunden und Bekannten oft vergessen. Das kann nebst der Sorge um die Patientin, den Patienten und der Sorge um die eigene Zukunft auch zu Gefühlen der Einsamkeit führen. Psychoonkologinnen und Psychoonkologen unterstützen deshalb auch die Angehörigen. In diesen Gesprächen finden die Angehörigen eine Ansprechperson für ihre eigenen Bedürfnisse und können gleichzeitig besprechen, wie sie die Patientin, den Patienten am besten unterstützen können.

Je nach Situation finden die Gespräche einzeln oder zusammen mit der Patientin, dem Patienten statt.

Wie geht es meinem Kind?

Kinder sind oft besonders stark von der Erkrankung eines Elternteils betroffen. Dabei drücken Kinder ihre Ängste und Sorgen normalerweise nicht mit Worten aus wie Erwachsene. Manche Kinder werden in der Schule auffällig; die Leistungen nehmen ab oder das Kind stört vermehrt den Unterricht. Andere Kinder ziehen sich innerlich zurück und leiden stumm. Sie versuchen besonders brav zu sein, um die Eltern nicht zusätzlich zu belasten. Dadurch wird die seelische Not dieser Kinder oft übersehen.

Im Psychoonkologischen Dienst des Kantonsspitals Graubünden finden Sie auch Ansprechpersonen für Fragen rund um Ihr Kind. Dabei arbeiten wir je nach Situation mit Ihnen als Eltern oder mit dem Kind.

Kosten und Kontakt

Kosten
Die Inanspruchnahme des Psychoonkologischen Dienstes ist für Betroffene und Angehörige kostenlos.

Kontakt
Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, Ihre behandelnde Ärztin oder die Pflegefachperson nach dem Angebot des Psychoonkologischen Dienstes am Kantonsspital Graubünden.