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Leistungen

Allgemeine Pneumologie

  • COPD/Asthma
  • Orphan Erkrankung (pulmonale PH, CF, Lungenfibrose, LAM, Histiocytosis)
  • Pleuraerkrankungen
  • Infektiöse und medikament-induzierte Lungenkrankheiten
  • Berufslungenkrankheiten
  • Gutachten




Verantwortliche Kaderpersonen:

  • Dr. med. Peter Ludwig, Leitender Arzt Pneumologie/Schlafmedizin
  • Dr. med. Thomas Rothe, Leitender Arzt Pneumologie/Schlafmedizin
  • Dr. med. Jorg Hansen, Oberarzt Pneumologie/Schlafmedizin


Lungenfunktion

  • Lungenfunktionsmessung (Spirometrie, Plethysmographie, Diffusionskapazität)
  • Bestimmung der arteriellen Blutgase in Ruhe und bei Belastung
  • Bestimmung des NO in der Ausatmungsluft (FeNO) bei Asthma
  • Methacholin-Bronchoprovokationstest (Asthma)
  • Allergietests
  • Ergospirometrien (Leistungsdiagnostik, Dyspnoeabklärung, präoperative Abklärungen)
  • Atemdruckmessungen (Neuromuskuläre Erkrankungen)
  • 6-Minuten-Gehtest
  • Heimsauerstofftherapie (Indikationsstellung, Verordnung, Organisation)
  • Treppensteigetest
  • Ambulatorium



Verantwortliche Kaderperson:

  • Dr. med. Thomas Rothe, Leitender Arzt Pneumologie/Schlafmedizin

Interventionelle Pneumologie

  • Diagnostische Bronchoskopien, Ultraschallgesteuerte transbronchiale Nadelaspirationen (EBUS-TBNA)
  • Radialer EBUS
  • Thoraxsonographie
  • Diagnostische und therapeutische Pleurapunktionen
  • Thoraxdrainagen und Talkpleurodesen
  • Durchleuchtung (Abklärungen von Zwerchfellhochstand und -paresen)
  • Kryobiopsien
  • Fremdkörperentfernung



Verantwortliche Kaderpersonen:

  • Dr. med. Peter Ludwig, Leitender Arzt Pneumologie/Schlafmedizin
  • Dr. med. Jorg Hansen, Oberarzt Pneumologie/Schlafmedizin


Schlafmedizin und Heimbeatmung

  • Respiratorische Polygraphien
  • Polysomnographien
  • Aktigraphie und Schlaftagebuch
  • Transkutane pCO2-Messungen (Kapnographie)
  • Nächtliche Heimbeatmung (CPAP, Adaptive Servoventilation) mit Einschulung, Anpassung und Überwachung
  • Bilevel-Beatmung, adaptive Sensorablation
  • Multipler Schlaflatenztest (Multiple Sleep Lastening Test)
  • Multipler Wachbleibetest (Maintenance of Wakefulness Test)
  • Fahreignungen
  • Seitenlagetraining (Sleep Position Training)


Verantwortliche Kaderpersonen:

  • Dr. med. Tsogyal Latshang, Leitende Ärztin / Leiterin Pneumologie/Schlafmedizin
  • Dr. med. Peter Ludwig, Leitender Arzt Pneumologie/Schlafmedizin



Ambulante pulmonale Rehabilitation

Indoortraining ambulante pulmonale Rehabilitation

Trainingssequenz in den Räumlichkeiten der Physiotherapie

Die ambulante pulmonale Rehabilitation unter ärztlicher Leitung richtet sich insbesondere an Patientinnen und Patienten, welche im Alltag aufgrund von Atemnot, chronischem Husten und nachlassender körperlicher Leistungsfähigkeit durch eines der folgenden Krankheitsbilder bzw. Indikationen eingeschränkt sind: 

  • Chronisch obstruktive Lungenkrankheiten (COPD)
  • Asthma bronchiale
  • Interstitielle Lungenkrankheiten (z.B. Lungenfibrose)
  • Thoraxwand- und Atemmuskelkrankheiten
  • Andere chronische Lungenkrankheiten
  • Prä- und postoperativ bei Lungenoperationen


Für alle Patientinnen und Patienten wird ein individuelles Rehabilitationsprogramm erstellt. Das Training wird durch speziell ausgebildete Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten geleitet. Durch gezieltes Training lässt sich die Lebensqualität verbessern, die körperliche Leistungsfähigkeit und Selbständigkeit steigern, die Atemnot vermindern und der Alltag einfacher gestalten.

Während acht bis zwölf Wochen trainieren Sie in Kleingruppen zu maximal acht Personen (insgesamt 36 Trainingseinheiten) in den Räumlichkeiten der Physiotherapie am Kantonsspital Graubünden und in den angrenzenden Naherholungsgebieten Fürstenwald und Mittenberg. Das Programm umfasst folgende Schulungen:

  • Anatomie und Inhalationstechnik
  • COPD: Therapie und Prävention inkl. individuellem Aktionsplan
  • Hilfsmittel, Reisen, Freizeit
  • Atemnotspirale: Warum trainiere ich?
  • Rauchstoppberatung
  • Ernährungstherapie


Die ambulante Rehabilitation unterstützt den raschen Wiedereinstieg in Ihren Beruf und Ihr gewohntes Umfeld, gibt Ihnen Sicherheit im Umgang mit Ihrer Krankheit und zeigt Ihnen auf, wie Sie Ihre gesundheitliche Situation nachhaltig verbessern können.

Die Kosten für das Grundtraining werden üblicherweise von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Die Anmeldung erfolgt über den Hausarzt/Hausärztin oder den Pneumologen/die Pneumologin.

Das Programm der ambulanten pulmonalen Rehabilitation des Kantonsspitals Graubünden ist von der "Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie" zertifiziert worden. Zum Zertifikat (PDF)

Flyer "Ambulante pulmonale Rehabilitation" (PDF)


Verantwortliche Kaderperson:

  • Dr. med. Matthias Frasnelli, Stv. Leitender Arzt Pneumologie/Schlafmedizin

Pneumologie kurz erklärt

Allgemeine Pneumologie

Häufige Lungenerkrankungen

Die häufigsten Erkrankungen sind das Asthma bronchiale sowie durch Rauchen mitbeeinflusste Lungenkrankheiten wie COPD oder Emphysem.


Seltene Lungenerkrankungen

Zu den selteneren Lungenkrankheiten gehören die Lungenparenchymerkrankung, die eosinophile Lungenkrankheit oder die Lymphangioleiomyomatose. 


Berufsbedingte Lungenerkrankungen

Hierzu zählen Lungenkrankheiten, welche im Rahmen der beruflichen Tätigkeit aufgetreten sind oder auftreten können. 

Asthma bronchiale

Asthma bronchiale betrifft rund 7% der Bevölkerung in der Schweiz. Typische Symptome sind Atemnotanfälle, eine Engegefühl im Brustbereich, Husten und ein pfeifendes Atemgeräusch. Von Allergie betroffene Personen neigen zur Entwicklung von Asthma.

Neben der Anamnese und der Untersuchung wird eine Spirometrie (Fluss-Volumen-Kurve) durchgeführt. Bronchoprovokation wird die Empfindlichkeit der Lunge getestet. Mit diesen Untersuchungen grenzen wir andere pulmonale Krankheiten ab, benötigen sie zur Einteilung der Asthma-Kontrolle und runden die Beurteilung mit der allergologischen Diagnostik ab. Ziel der Therapie ist das Führen eines möglichst beschwerdefreien Lebens auch für Asthmatikerinnen und Asthmatiker.

COPD, Lungenemphysem

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist neben dem Asthma bronchiale die häufigste Lungenerkrankung in der Schweiz. Von Experten wird geschätzt, dass die COPD im Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache sein wird. Alleine in der Schweiz sind ca. 400'000 Personen betroffen.

COPD ist in der breiten Öffentlichkeit nicht hinlänglich bekannt. Der wichtigste Risikofaktor von COPD ist das Rauchen. Vielleicht besteht hier ein Zusammenhang. Patientinnen und Patienten gehen meist relativ spät zum Arzt, weil die Symptome wie Husten, Auswurf und Atemnote bei Belastung schleichend auftreten und nicht als eigentliche Krankheit wahrgenommen werden.

Die Behandlung reicht vom Rauchstopp bis zur Lungentransplantation. Individuell wird die optimale Therapie für Sie zusammengestellt. Die in unserem Hause angebotene ambulante pulmonale Rehabilitation unterstützt Sie, Ihre Lebensqualität zu verbessern und die Atemnot zu reduzieren.

Bei COPD im Spätstadium kommen invasive Behandlungsoptionen zum Einsatz. Die Lungentransplantation kommt nur bei ausgewählten Patienten mit sehr schwerer COPD in Frage.

Interventionelle Pneumologie

Darunter fallen alle invasiven Eingriffe an der Lungen und am Rippenfell (Pleura). Die Verfahren sind schmerzfrei, risikoarm und belasten Sie als Patientin oder Patienten so wenig wie möglich. Die Diagnostik wird ambulant durchgeführt.

Lungenfibrose

Darunter werden alle Erkrankungen verstanden, welche durch eine Vermehrung und Umverteilung des Lungenbindegewebes (Narbenbildung) gekennzeichnet sind. Diese Lungenerkrankungen sind selten, benötigen komplexe Abklärungen und eine Behandlung durch Spezialisten.

Lungenfunktionslabor

Im Lungenfunktionslabor werden Tests zur Evaluation der Atemmechanik, des Gasaustausches und der körperliche Leistungsfähigkeit vorgenommen. Dank dieser Untersuchungen können die Ursachen der verminderten Leistungsfähigkeit, der Atemnot, von Husten und weiteren Beschwerden geklärt und die Ursachen identifiziert werden.

Lungenkrebs

Lungenkrebs ist die häufigste zum Tode führende bösartige Krebsart. Das Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs. Lungenkrebs wird meist lange Zeit nicht bemerkt. Die Symptome bilden sich relativ spät. Bei einer frühzeitigen Diagnose besteht oft eine gute Heilungschance.



Lungentransplantation

Die Lungentransplantation ist heute ein etabliertes Therapieverfahren bei ausgewählten Patienten mit fortgeschrittenen Lungenkrankheiten, speziell für Patienten mit zystischer Fibrose (CF), idiopathischer Lungenfibrose (IPF), chronisch obstruktiven Lungenkrankheiten (COPD), pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) und terminalen Lungenerkrankungen anderer Ursache.

Pulmonale Hypertonie

Pulmonale Hypertonie bedeutet Lungenhochdruck und umfasst eine Gruppe von fortschreitenden Krankheitsbildern. Leitsymptome sind Atemnot bei Anstrengung, Müdigkeit und Engegefühl im Brustkorb oder Herzrhythmusstörungen. Bei fortgeschrittener Krankheit kommen auch der Kreislaufkollaps mit plötzlichem Bewusstseinsverlust (Synkope) vor.

Sarkoidose

Die Sarkoidose ist eine systemische Entzündungserkrankung, deren Ursache bis heute nicht bekannt ist. In den meisten Fällen sind die Lymphknoten im Brustraum und die Lunge betroffen, sodass die Erstdiagnose häufig mit Hilfe der Lungenspiegelung erfolgt. Nach Bestätigung der Diagnose erfolgt in der Regel die Suche nach weiteren Manifestationen der Sarkoidose ausserhalb der Lunge in Zusammenarbeit mit weiteren Spezialisten.

Schlafmedizin

Während des Schlafes sind wir besonders anfällig für Störungen der Atmung. Dies kann zu einem nicht erholsamen Schlaf führen. Betroffene leiden vor allem unter Tagesmüdigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit und Konzentrationsschwäche. Schlafbezogene Atmungsstörungen beeinträchtigen jedoch nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Lebenserwartung kann verkürzt sein.
Hinter einem nicht-erholsamen Schlaf können sich auch andere Krankheitsbilder verbergen. Hierzu zählen unter vielen anderen auch das Syndrom der unruhigen Beine (Restless Legs Syndrom) und die Narkolepsie, eine Erkrankung, die mit Einschlafattacken und sogenannten Kataplexien (plötzliche Schwäche der Muskulatur) einhergeht. Auch Depressionen können eine Ursache von Schlafstörungen sein.
Anlässlich einer Polysomnografie im Schlaflabor oder bei einer ambulanten Schlafuntersuchung werden mittels Sensoren während der Nacht verschiedene Parameter gemessen, die Aufschluss über die Ursache der Schlafstörung geben können. Damit können Schlafstörungen erkannt und Behandlungseffekte beurteilt werden.
Untersuchungen im Schlaflabor während des Tages dienen dazu, die Einschlafneigung objektiv zu erfassen. Diese Untersuchung erfolgt insbesondere bei Berufskraftfahrern in Zusammenarbeit mit dem rechtsmedizinischem Institut bzw. dem Strassenverkehrsamt.
Je nach Ergebnis der Polysomnografie erfolgt nach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit einem der Ärzte des Schlaflabors die Einleitung einer Therapie. Welches die beste Therapie ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden.
Sofern Schlafapnoe oder Hypoventilation (zu oberflächliche Atmung) als Ursache der Schlafstörung festgestellt werden, bieten sich verschiedene Behandlungsmöglichkeiten an. Oft ist eine nächtliche Maskenbeatmung die wirksamste Behandlungsform.

Zystische Fibrose

Die zystische Fibrose (CF) ist europaweit die häufigste Erbkrankheit. Insbesondere die Lunge ist von der Erkrankung betroffen, aber auch die Bauchspeicheldrüse, die Leber, der Magen-Darm-Trakt, und auch andere Organe können beteiligt sein