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Kinderkardiologie

Leistungsangebot

Die Leistungen der Kinderkardiologie im Kantonsspital Graubünden sind

  • Diagnostik und medikamentöse Behandlung angeborener Herzfehler bei Kindern und Jugendlichen
  • Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen
  • Abklärung von Herzgeräuschen, Synkopen (Ohnmachtsanfällen), Thoraxschmerzen und Bluthochdruck
  • Funktionelle Kreislaufdiagnostik bei Patienten der Kinderintensivstation
  • postoperative Nachbetreuung und Beratung nach Operationen am Herzen oder an den grossen Gefässen
  • Bereitstellung einer Transportequipe rund um die Uhr, wenn eine Operation oder Katheter-Untersuchung im kinderkardiologischen Referenz-Zentrum in Zürich notfallmässig nötig ist.


Das Team der Kinderkardiologie besteht aus zwei Kinderkardiologen, einem Erwachsenen-Kardiologen mit kinderkardiologischer Zusatzausbildung und einem Konsiliararzt aus dem Kinderherzzentrum am Kinderspital Zürich.

Apparative Diagnostik

  • Standard-EKG
  • Belastungs-EKG (Fahrradergometrie, Spiroergometrie)
  • Langzeit-EKG (Holter-EKG, Loop-Recorder über 7 Tage)
  • Langzeit-Blutdruckmessung
  • Echokardiographie (Ultraschall des Herzens)
  • Fetale Echokardiographie (Ultraschall des kindlichen Herzens während der Schwangerschaft)

Erläuterungen

Herzfehler

Als Herzfehler bezeichnet man Abweichungen von der normalen Struktur des Herzens.

Zum Beispiel können


  • die Trennwände des Herzens Löcher verschiedener Grösse haben,
  • Herzklappen zu eng oder undicht sein,
  • Herzkammern zu gross oder zu klein sein oder gänzlich fehlen,
  • abnorme Gefässverbindungen vorhanden sein.

 
Ungefähr 1% aller Neugeborenen haben eine angeborene Fehlbildung des Herzens, davon sind 1/10 schwerwiegender Natur. Herzfehler sind meist angeboren, d.h. durch genetische Ursachen oder durch Umwelteinflüsse während der Schwangerschaft entstanden, oder sie sind erworben, meist durch Entzündungen des Herzens.

Nach der Geburt eines Kindes mit einem Herzfehler besteht bei zukünftigen Schwangerschaften ein Wiederholungsrisiko von ungefähr 3%. Mütter und auch Väter, die selbst einen Herzfehler hatten, tragen ein erhöhtes Risiko, Kinder mit Herzfehlern zu bekommen. Die fetale Echokardiographie ermöglicht schon in der Schwangerschaft, den Aufbau und auch den Rhythmus des kindlichen Herzens zu beurteilen.

Entzündliche Herzerkrankungen

Entzündliche Herzerkrankungen können den Herzmuskel, die Herzinnenhaut (das Endokard) oder den Herzbeutel betreffen. In der Folge können Klappenfehler oder eine Überdehnung einer oder beider Herzkammer mit einer Pumpschwäche bestehen bleiben.

Endokarditis-Prophylaxe

Die Endokarditis-Prophylaxe dient der Verhinderung von Bakterienansiedlungen an Klappen, am Rand von Löchern oder an künstlichem Material im Herzen, wenn bei bestimmten Operationen oder bei zahnärztlichen Eingriffen Bakterien in die Blutbahn gelangen. Im Endokarditis-Ausweis wird für die kinderkardiologischen Patienten die gezielte Antibiotikagabe vorgegeben.

Herzrhythmusstörungen

Bei den Herzrhythmusstörungen gibt es solche mit zu schneller Frequenz, die meist medikamentös behandelt werden, und jene mit zu langsamer Frequenz, bei denen die Implantation eines Schrittmachers notwendig werden kann. Extraschläge oder Blockaden der Impulsweiterleitung werden genau analysiert, um eine gezielte Therapie einzuleiten.

Belastbarkeit

Die Belastbarkeit von herzkranken oder herzoperierten Kindern ist im Einzelfall sehr unterschiedlich. Für die meisten Kinder gilt, dass sie am Freizeit- und Schulsport durchaus teilnehmen können, dass aber von Leistungssport und extremen Belastungen abgesehen werden muss. Babys mit Herzfehlern belasten sich in Regel nicht stärker, als sie gut verkraften können.

Fachausdrücke

Was hat der Arzt eigentlich gesagt?

Aorta = Körperschlagader
Aplasie = nicht angelegt
Atrium = Herzvorkammer
Dilatation = Aufweitung
Endokard = Herzinnenhaut
Hypoplasie = zu klein angelegt
Hypoxie = Sauerstoffmangel
Insuffizienz = undicht, Schwäche
Kongenital = angeboren
Koronarien = Herzkranzgefäss
Ödeme = Wassereinlagerung
Stenose = Einengung
Pulmonalis = Lungenschlagader
Verntrikel = Herzhauptkammer
Zyanose = Blausucht

Fachausdrücke in der Kardiologie