Traumberuf Pflegeexpertin auf der Kinderintensivstation (KIPS) | Kantonsspital Graubünden

Traumberuf Pflegeexpertin auf der Kinderintensivstation (KIPS)

03. Mai 2021
Verschiedene Mitarbeitende der Kinderintensivstation (KIPS) geben einen Einblick in ihren Alltag. Sie teilen persönliche Erlebnisse, erzählen warum sie sich für ihre Ausbildung entschieden haben und verraten was sie an der KIPS so schätzen. Hier im Gespräch: Pascale van Kleef, Pflegeexpertin.

Was ist dein Beruf und in welcher Funktion arbeitest du im Moment?

Ich habe mich vor vielen Jahren zur diplomierten Pflegefachfrau HF ausbilden lassen. Das ist mein Beruf. Mittlerweile hatte ich die Möglichkeit noch einige weiter darauf aufbauende Ausbildungen absolvieren zu können. Ich habe zum Beispiel einen Lehrgang in Berufsbildung und zur Stationsleitung absolviert. Da ich seit Beginn meiner Berufsausübung auf einer Neonatologie oder pädiatrischen Intensivstation gearbeitet habe, war es klar, dass ich im Verlauf auch die Ausbildung zur Dipl. Expertin Intensivpflege absolvieren werde. Mit dem MAS in Pädiatrischer Pflege habe ich meinen bisherigen Werdegang abgerundet. Mit diesem Studium ging ein grosser Wunsch von mir in Erfüllung.
Heute arbeite ich als Pflegeexpertin in der Kinderklinik im Kantonsspital Graubünden. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt auf der Kinderintensivstation.
 

Hast du deinen Traumberuf gefunden?

Das ist eine gute Frage. Ich musste mir zuerst überlegen, was der Begriff Traumberuf überhaupt bedeutet (gemäss Google: idealer Beruf; Beruf wie er ersehnt, erträumt wird). Träume habe ich viele. Aber meinen Beruf kann ich doch mit voller Überzeugung als Traumberuf bezeichnen.
Dass ich mit Menschen arbeiten kann, ist für mich das Allerwichtigste. Kinder, ihre Eltern und Angehörigen in schwierigen Momenten bzw. Krisen zu unterstützen und begleiten ist für mich das Grösste. Mein Wissen und meine Erfahrung einzubringen, damit die Kinder eine optimale Pflege erhalten und die Eltern bestmöglich unterstützt werden, sehe ich als meine Aufgabe an. Manchmal sind da auch herausfordernde oder traurige Momente dabei. Daraus ziehe ich aber stets Energie oder lerne für mich etwas Neues. Glückliche und schöne Erlebnisse sind aber die, die im Vordergrund stehen. Ohne unser Team wäre das alles viel schwieriger. Die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen prägt und hilft gleichzeitig. Im Team arbeiten zu können, ist unglaublich bereichernd und ein Privileg.
 

Welche Erlebnisse haben dich geprägt?

Nach so vielen Berufsjahren gibt es viele davon. Krisen wie aber auch die schönen Momente haben mich geprägt. Anerkennung, Wertschätzung, Förderung und eine positive Haltung waren über die ganzen Jahre wichtige Aspekte für mich. Aus diesem Grund arbeite ich immer noch in meinem Traumberuf. Ich konnte mich stets weiterentwickeln und positiv einbringen. So habe ich immer wieder Perspektiven gesehen und eine Bestätigung erhalten.
 

Du arbeitest als Pflegeexpertin. Kannst du deine Arbeit beschreiben?

Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die klinische Tätigkeit. Das heisst, dass ich selber am Bett mit den Patienten und ihren Angehörigen arbeite, sie pflege und betreue. Für mich war das immer wichtig und ist es heute noch. So bin ich mittendrin und spüre wo der Schuh drückt oder wo es auch gut läuft. Neben meiner direkten Arbeit bei den Patienten, begleite ich regelmässig meine Arbeitskolleginnen und -kollegen. Mit diesen Praxisbegleitungen unterstütze ich sie im Lernen und ihrer Entwicklung. Gleichzeitig können wir so die Pflegequalität positiv beeinflussen.

Ein weiterer Teil meiner Arbeit ist die Beratung und Unterstützung von mehrfach erkrankten oder chronischkranken Kindern und ihren Familien in teilweise hochkomplexen Situationen. Diese spannende Aufgabe ist sehr vielschichtig und herausfordernd. Hier spielt eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit eine grosse Rolle. Oft sind wir bei diesen Kindern auch mit ethischen Fragen konfrontiert. Da ist es dann meine Aufgabe zum Beispiel eine Fallbesprechung zu organisieren.

Als Pflegeexpertin bin ich zusammen mit einer Kollegin für die fachliche Führung der Pflegeteams zuständig. Das Ziel ist es eine optimale Versorgung der uns anvertrauten Patientengruppen zu erreichen. Dafür organisieren wir Fortbildungen, Fachgespräche oder Fallbesprechungen. Best practice steht für mich immer im Vordergrund. Diese soll evidenzbasiert und innovativ sind. Evidenz beutet für mich, Pflegeforschung mit einzubeziehen. Genauso wichtig sind aber unsere Erfahrungen und die Erfahrungen anderer. Aus diesem Grund bin ich schweizweit mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus der Pflegeentwicklung vernetzt.

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Pflegeexpertin auf der KIPS, Pascale van Kleef
Pflegeexpertin Pascale van Kleef bei ihrer Arbeit auf der Kinderintensivstation (KIPS)