Ersatz des PET/CT | Kantonsspital Graubünden

Ersatz des PET/CT

09. Sep 2022
Das PET/CT auf der Nuklearmedizin ist 12 Jahre alt und wurde Anfang Oktober durch ein neues, hochmodernes Gerät ersetzt. Mit diesem sind die Untersuchungen schneller. Gleichzeitig sinkt die Strahlenbelastung.

Das aktuelle PET/CT-Gerät wurde im Mai 2010 installiert. Mit dem Gerät wurden seither knapp 16'000 Untersuchungen an Patient:innen durchgeführt. Die Technik hat seitdem grosse Fortschritte gemacht, und so ist es an der Zeit, das Gerät zu ersetzen.
Das neue Gerät wird eine doppelt so grosse axiale Scan-Öffnung haben wie das alte, nämlich 30 cm statt 15 cm. Dies bedeutet, dass pro Bettposition ein doppelt so grosser Teil abgebildet werden kann, was die Untersuchungszeit in erster Näherung halbiert. Das macht es für unsere Patient:innen einfacher. Dadurch können mehr Personen pro Tag untersucht werden, was zu deutlich weniger Wartezeiten führen wird.
 

Reduktion Strahlenbelastung

Das neue Gerät ist darüber hinaus mit digitalen Detektoren ausgestattet, ähnlich den Sensoren in einer Digitalkamera. Diese neue Technik erhöht zusammen mit dem grösseren Raumwinkel durch die grössere Scan-Öffnung die Sensitivität der Detektion. Dies bedeutet, dass die Menge an Radioaktivität, die vor der Untersuchung gespritzt werden muss, ebenfalls deutlich reduziert werden kann. In den meisten Fällen wird dies zu einer Reduktion der Strahlenbelastung auf die Hälfte bis ein Drittel führen.
Mit diesem Schritt schliesst das Kantonsspital Graubünden technisch zu den führenden Universitätsspitälern der Schweiz auf. Ein Gerät gleicher Bauart ist zum Beispiel am Universitätsspital Zürich installiert.
Zudem ist eine Laser-Anlage zur Bestrahlungsplanung installiert. Bei Patient:innen, bei denen eine Bestrahlung geplant ist, kann so in vielen Fällen die Lokalisation des Tumors und seiner Anteile noch genauer vorgenommen werden, als dies bisher der Fall war. Dadurch kann die Bestrahlung optimiert werden.
 

Bewährtes Behandlungsspektrum

Untersucht werden können weiterhin die meisten Krebsarten inklusive Prostata- und Hirntumoren. Eine aktuelle Übersicht der zugelassenen Indikationen finden Sie auf der Webseite der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin.
Ebenfalls kann das Gerät zur Planung einer allfälligen Therapie mit 177Lu-PSMA eingesetzt werden. Diese Therapie des metastasierten Prostatakarzinoms befindet sich am Kantonsspital Graubünden aktuell im Aufbau. Das Team der Nuklearmedizin freut sich, Ihnen und ihren Patient:innen mit dem neuen Gerät  einen noch besseren Service bieten zu können.

Schriftliche Anmeldungen nehmen wir gerne über die bewährten Kanäle entgegen. Gerne stehen wir auch unter der Rufnummer +41 81 256 71 83 für telefonische Anmeldungen oder Rückfragen zur Verfügung.