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Zentrale Zytostatikaherstellung

Zytostatikaherstellung unter Reinraumbedingungen

Zytostatika sind Arzneimittel für die Krebstherapie. Sie hemmen die Vermehrung von Tumorzellen. Da diese Arzneimittel auf alle sich teilenden Zellen wirken, ist der Umgang mit den hochwirksamen Substanzen nicht ohne Risiken und erfordert für die Herstellung besondere Schutzmassnahmen.

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Blick in die Sicherheitswerkbank

Aufgrund der Toxizität der Medikamente sowohl für die Patienten als auch für das Personal und der in den letzten Jahren steigenden Nachfrage, sind einerseits eine Standardisierung der Handhabung und andererseits eine Zentralisierung der Herstellung notwendig.

Seit 2002 werden die Zytostatika-Lösungen zentral im Institut für Spitalpharmazie für alle Stationen sowie für das Onkologie-Ambulatorium hergestellt. Die Anzahl Herstellungen beläuft sich auf ca. 7500 pro Jahr.

In einem Reinraum mit hohen raumlufttechnischen Anforderungen nach GMP werden die Zytostatika zur parenteralen Anwendung applikationsfertig in patienten-individualisierter Dosierung bereitgestellt. Die rezepturmässige aseptische Herstellung erfolgt aus handelsüblichen Fertigarzneimitteln.

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Blick von aussen in den Reinraum mit Sicherheitswerkbank

Die unter höchsten pharmazeutischen Standards ausgeführte Zytostatikaherstellung legt seinen Fokus auf höchste Produktqualität, bestmöglichen Personenschutz und höchste Patientensicherheit. Standardisierung, Dosisüberprüfung und Protokollierung der Herstellung mit Hilfe einer speziellen Zytostatika-Herstellungssoftware (CATO = computer aided therapy for oncology) führen zu einer Verminderung des Fehlerrisikos und zu besserer Arzneimittelsicherheit.

Durch eine zentrale Lagerung und Herstellung können die Mengen von angebrochenen Zytostatika und von Zytostatika kontaminierten Materialien vermindert werden.

Die fachgerechte Handhabung von Zytostatika wird in der SUVA Richtlinie „Sicherer Umgang mit Zytostatika“ beschrieben.