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Aus-, Fort- und Weiterbildung rettung chur

Die Notfallmedizin hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Der medizinischen Forschung und Entwicklung kann nur durch eine fundierte Ausbildung und kontinuierliche Fort- und Weiterbildung Rechnung getragen werden.

Ausbildung

Rettungssanitäterinnen und -sanitäter gewährleisten selbständig und in Zusammenarbeit mit einem Notarzt und/oder anderen autorisierten Fachpersonen die ausserklinische Versorgung von Menschen, die sich in einer Notfall-, Krisen- oder Risikosituation befinden.

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Der praktische Teil der dreijährigen Ausbildung – mit Pflegediplom in verkürzter Ausbildung – kann bei der rettung chur absolviert werden. Dazu erfolgen Praktika auf der Pflegeabteilung, der Anästhesie, der Notfall- und Intensivstation sowie der Notrufzentrale 144. Die theoretische Ausbildung mit über 2'000 Stunden erfolgt in einer der Fachschulen Nottwil, Zofingen oder Zürich.

Berufsbild

Als dipl. Rettungssanitäter bzw. Rettungssanitäterin HF wissen Sie nicht, was der Arbeitstag mit sich bringt. Sie kommen als erste an den Unfallort. Sie müssen sich einen Überblick verschaffen und bei sich rasch ändernden Situationen einen kühlen Kopf bewahren.

In Zusammenarbeit mit Notärzten aber auch selbstständig gewährleisten Sie die präklinische Versorgung von Menschen, die sich in einer Notfall-, Krisen- oder Risikosituation befinden. Sie sind der erste Ansprechpartner für die Patienten und die Angehörigen sowie für Dritte. Den Gesundheitszustand der Patienten und Patientinnen müssen Sie rasch erfassen um die nötigen Massnahmen zu ergreifen. Zu den ausserklinischen Handlungen vor Ort gehören Rettungstechniken wie Beatmen, Verabreichen von Infusionen und Medikamenten, Durchführen von Herzmassagen oder Defibrillieren. Die Patienten werden ins Spital gefahren. Nach dem Einsatz bringen die Dipl. Rettungssanitäter und Rettungssanitäterinnen HF den Rettungswagen in Ordnung, reinigen und desinfizieren Geräte und Instrumente, füllen Verbrauchsmaterial auf, kontrollieren und bewirtschaften die gesamte Infrastruktur, Technik und Logistik. In den Wartezeiten zwischen den Einsätzen bleibt Zeit für das Schreiben der Einsatzrapporte und das Erledigen administrativer Aufgaben. Sie arbeiten in unabhängigen oder spitalgebundenen Rettungsdiensten.

Ausbildung

  • 3 Jahre Vollzeitstudium mit Abschluss dipl. Rettungssanitäter, Rettungssanitäterin HF 
  • 2 Jahre (für Personen mit einer pflegerische Diplomausbildung HF) 
  • während diesen drei Jahren wechseln sich Schul- und Praktikumsblöcke ab

Voraussetzungen

  • Abschluss auf der Sekundarstufe II (mind. 3-jährige Berufsausbildung mit eidg. Fähigkeitszeugnis, FMS oder Matura) 
  • Mindestalter bei Stellenantritt 23 Jahre 
  • Fahrbewilligung für Ambulanzen (Kategorie C1, Code 121, 122) 
  • erfolgreich absolvierter Kompetenzanalyse-Test "Gesundheit HF" 
  • einwandfreier Leumund (Strafregisterauszug) 
  • Ausbildungsplatz in einem Rettungsdienst

Anforderungen

  • Kommunikationsfähigkeit 
  • Teamfähigkeit 
  • physische und psychische Belastbarkeit 
  • Bereitschaft zu unregelmässigen Arbeitszeiten 
  • Bereitschaft Verantwortung zu tragen 
  • Wunsch nach Arbeit mit Menschen in Krisen- und Notfallsituationen 
  • Flexibilität 
  • Zuverlässigkeit 
  • Entscheidungsfreudigkeit 
  • Durchhaltewillen 
  • Guter Ausdruck in deutscher Sprache (mündlich und schriftlich)

Bewerbung und Selektion

Bei einer Bewerbung für einen Ausbildungsplatz im Kantonsspital Graubünden muss das folgende mehrstufige Aufnahmeverfahren durchlaufen werden:

  • vollständige Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf mit Foto, Motivationsschreiben, Zeugnisse und Diplome)
  • Eignungspraktikum: Ein 2-tätiges Kurzpraktikum ermöglicht Einblick in verschiedene Fachbereiche
  • Bewerbungsgespräch

Weitere Informationen

Bei Fragen und für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Julia Sutter-Nett, Ausbildungsverantwortliche, Tel. +41 81 256 60 26, E-Mail.

Weitere Informationen erhalten Sie auch am Schweizer Institut für Rettungsmedizin, Nottwil: https://www.paraplegie.ch/sirmed/de.

Notarztausbildung

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Die rettung chur ist Ausbildungsbetrieb für Notärzte. Die Ärzte können während ihrer Ausbildungszeit auf der Intensivstation oder Anästhesie supervisierte Rettungseinsätze durchführen. Weitere Fähigkeiten im Curriculum zum Notarzt werden in den entsprechenden Disziplinen vermittelt. Die Teilnahme an weiterführenden Kursen der SGNOR wird dabei aktiv unterstützt.
In der Regel können die für die Erlangung der Zusatzbezeichnung Notarzt SGNOR erforderlichen Einsätze erfüllt werden.

Das Departement ANIR stellt den Arzt der REGA-Basis Untervaz. Erfahrene Assistenzärzte arbeiten in der Regel nach einer mehrjährigen Ausbildung in Anästhesie und Intensivmedizin für sechs Monate auf der REGA-Basis in Untervaz. Auch diese Einsätze können für die Weiterbildung zum Notarzt SGNOR angerechnet werden.

Weiterbildung

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Die Rettungssanitäterinnen und -sanitäter müssen in Notfallsituationen mit verschiedensten Szenarien rechnen. Damit sie dafür gerüstet sind, braucht es auch nach einer erfolgreichen Ausbildung konstante Fortbildung. Diese beträgt minimal 40 Stunden pro Jahr.

Kursangebot

Kursangebote für externe Interessenten

Datum und Thema der nächsten Fortbildung Tipps'n Tricks ist unter den Medizinischen Fachveranstaltungen ersichtlich

Ort: Hörsaal, Kantonsspital Graubünden, Hauptstandort (KSH), I3 14

Für Fragen oder Anmeldungen schreiben Sie bitte an Dr. med. Helge Junge.

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