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Simulationstraining

Wir trainieren für Ihre Sicherheit.

Insbesondere in der Ausbildung von Piloten besitzt das Simulieren von Notsituationen einen hohen Stellenwert. Durch das wiederholte Training von Piloten und Crew konnten schwerwiegende Probleme im Flugbetrieb, verursacht durch menschliche Fehler, von 66% auf 33% gesenkt und dadurch die Sicherheit und Qualität des Flugbetriebs erhöhen werden.

Seit 2007 wird im Departement ANIR die Simulation genutzt, um sowohl Notfallsituationen, als auch das Management der Ressourcen zu trainieren. Ziel dabei ist es, die tägliche Arbeit sicherer zu machen, und damit Komplikationen zu vermeiden. Und – vielleicht als wichtigster Aspekt – menschliches Leid zu mindern.

Als Trainingsraum konnte dazu der historische Operations- und Gebärsaal in der Villa Fontana, dem ehemaligen Frauenspital, eingerichtet werden. Geübt wird dort an einer Simulationspuppe, die in der Lage ist, auf verschiedene getroffene Massnahmen, durch eine Computersteuerung so zu reagieren, wie es ein Patient auch tun könnte. Alle in Notfallsituationen notwendigen Behandlungsmassnahmen können an der Puppe wie an einem Patienten durchgeführt werden. Ergänzt durch die notwendigen Utensilien, wie sie auch im OP-Saal vorhanden sind, gewinnt das geübte Szenario in der Kulisse des alten Operationssaals ein hohes Mass an Authentizität.

Im Zentrum des Trainings steht das sogenannte Crew- oder Crisis-Ressource- Management (CRM). Ein Teamtraining, dss das Ziel hat, Teamskills wie Teamleadership, Kommunikation und Teammitarbeit zu verbessern und dadurch das Risiko schwerer Zwischenfälle zu senken. Das Trainieren an Simulatoren bietet vor allem Mitarbeitenden in der Ausbildung die Gelegenheit, Erfahrungen im Management von kritischen Situationen zu sammeln, ohne dabei Patientinnen oder Patienten zu gefährden.

Report Gsundheit vom 18.02.2011: Simulationstraining


Die Trainingsteilnehmer können in praktischen Sequenzen den Umgang mit kritischen Situationen erlernen und haben die Möglichkeit, die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen einzusetzen. Die Spannbreite reicht dabei von der Simulation einfacher Wiederbelebungsszenarien, wie sie einem Wiederbelebungsteam auf der Station begegnen können, bis hin zu komplexen Situationen im OP-Saal.
Zur Aufarbeitung stehen eine Video- und Audioaufzeichnung zur Verfügung, mit deren Hilfe das im Simulator Erlebte und Geschehene aufgearbeitet werden kann. So kann von der Lernsituation maximal profitiert werden.

Mitarbeiter des Departements ANIR, sowohl Ärzte als auch Pflegepersonen, erlernen unter realistischen Bedingungen in kritischen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dadurch erhöht sich die Patientensicherheit am Kantonsspital Graubünden.

Das Angebot, kritische Situationen zu simulieren, besteht inzwischen für das ganze Departement ANIR. Ziel ist es, alle Mitarbeitenden ein bis zwei Mal pro Jahr im Simulator zu schulen. Auch externe Gruppen anderer Spitäler und in der Region Chur niedergelassene Kollegen haben inzwischen vom Angebot der Simulation in Chur profitieren können.