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Radiologische Leistungen im Brustzentrum

Die Darstellung der Brustdrüse auf einem Röntgenbild (Mammografie) und die Ultraschalluntersuchung der Brust (Sonografie) führen wir im Brustzentrum in enger Zusammenarbeit mit den gynäkologischen Fachärzten durch.

Sonographisch suspekter Knoten in einer weiblichen Brust

Sonographisch suspekter Knoten in einer weiblichen Brust

Die Mammographie ist auch heute die wirkungsvollste Untersuchungsmethode zur Frühdiagnostik von bösartigen Brusterkrankungen. Die flächendeckende Früherkennungsmammographie bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, ist in vielen Kantonen der Schweiz bereits möglich. In Graubünden werden die Frauen von 50-69 Jahren seit Juni 2011 alle zwei Jahre zur Untersuchung eingeladen.

Vorbereitung

Aus Gründen des Patientenkomfort (Kompressionsschmerz) und der besseren Beurteilbarkeit der Mammographien empfehlen wir, die Untersuchung in der ersten Zyklushälfte durchzuführen.

Die Patientinnen sollten am Untersuchungstag auf Deodorant und Hautpuder im Achsel- und Brustbereich verzichten, da diese mitunter kleinste Metallpartikel enthalten und somit Mikroverkalkungen vortäuschen können. Besonders wichtig sind allfällige Voraufnahmen zum Vergleich.

Technik

Routinemässig werden Aufnahmen beider Brüste im Strahlengang von oben nach unten und schräg seitlich durchgeführt, ergänzt durch gezielte Vergrösserungsaufnahmen oder durch Tomosynthese (spezielle Schichtaufnahmen) falls nötig. Sehr oft wird bei dichtem, wenig strahlendurchlässigem Drüsengewebe, sowie bei unklaren Herdbefunden, eine ergänzende Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Indikationen / Kontraindikationen

Kontraindikationen für die Mammographie gibt es nicht. Bis zum 30. Lebensjahr sollte eine Mammographie aus Gründen des Strahlenschutzes nur bei dringendem Verdacht auf eine bösartige Erkrankung vorgenommen werden. Bei jungen Patientinnen wie auch beim Bestehen einer Schwangerschaft kommt daher primär der Brustultraschall zum Einsatz.

Insgesamt ist die Strahlenbelastung auch bei regelmässiger Durchführung der Mammographie zur Früherkennung aber unbedenklich. Die regelmässige Kontrollmammographie wird bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre empfohlen, wenn niemand sonst in der Familie (Mutter, Schwester oder Tochter) an Brustkrebs erkrankt ist. Hierfür wurde ein Screeningprogramm im Kanton Graubünden eingerichtet, unterstützt durch das Gesundheitsdepartement. Die systematische Untersuchung aller Frauen im Kanton, zur Senkung der Sterblichkeit an Brustkrebs, ist in Zusammenarbeit mit der Krebsliga Ostschweiz in dem Programm „DONNA“ organisiert.

Ist einer der oben erwähnten nahen Angehörigen an Brustkrebs erkrankt, so ist ab dem 40. Lebensjahr eine jährliche Kontrolle der Mammographie ratsam. 

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Tumorverdächtiger Knoten in der rechten Brust

Biopsien

Meistens kann die Natur von Tastbefunden oder in der Mammographie sichtbaren Herden nicht exakt bestimmt werden. Für diesen Fall kann es notwendig werden, solche Befunde mittels einer Gewebeprobe weiter abzuklären. Diese weitere Abklärung erfolgt über eine ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion oder Stanzbiopsie in örtlicher Betäubung oder mit Hilfe von speziellen Zielvorrichtungen (Stereotaxie).

MRI

Gelegentlich ist es notwendig, zusätzlich zur Mammographie und Ultraschalluntersuchung der Brust, eine MRI durchzuführen, wenn die beiden anderen Untersuchungen keine schlüssige Beurteilung zulassen. Auch zur Planung von Operationen, bei der Klärung von unklaren Befunden nach Brustoperationen und zur Diagnostik bei Brustimplantaten wird die Mamma-MRI durchgeführt. Sie wird auch zunehmend zur regelmässigen Untersuchung von jungen Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko eingesetzt.

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MRI-Bilder mit verdächtigem Herdbefund in der linken Brust.