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Physiotherapeutische Methoden und Wissenswertes

Atemtherapie

Ziel ist es, durch verschiedenste Techniken und unter Einsatz bestimmter Hilfsmittel alle Abschnitte der Lunge maximal zu belüften. Dadurch löst sich der Schleim und die Eigenreinigungskräfte der Lunge werden angeregt.
Speziell bei Lungenentzündungen, chronisch obstruktiven Erkrankungen (Asthma, COPD) oder nach bauchchirurgischen Eingriffen geniesst die Atemtherapie einen sehr hohen Stellenwert. Zusätzlich werden vor operativen Eingriffen dem Patienten Techniken zur effizienten und ökonomischen Atmung vermittelt.

Bobath-Erwachsene

Das Konzept beruht auf der Annahme der „Plastizität“ des Gehirns. D.h., dass gesunde Hirnregionen die zuvor von den erkrankten Regionen ausgeführten Aufgaben neu lernen und übernehmen können. Häufig sind bei traumatischen Hirnschädigungen nicht die eigentlichen Kontrollzentren zerstört, sondern Verbindungswege unterbrochen, die mit konsequenter Förderung und Stimulation des Patienten durch alle betreuenden Personen neu gebahnt werden können.

Bobath-Kinder

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Bobath Kinder

Die Behandlung erfolgt in der Regel bei Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen. Bei Säuglingen sind dies z.B. Asymmetrien (Schiefhaltungen), Entwicklungsverzögerungen, Wahrnehmungsstörungen, Babys mit Überstreckungen, erhöhte oder zu schlaffe Muskelspannungen (Muskeltonusstörungen) und neurologische Auffälligkeiten (Spastiken / Hemiparesen).

Bei den etwas älteren Kindern kommen u.a. noch Gleichgewichtsprobleme, Gangunsicherheiten, Fehlhaltungen und Fehlbelastungen (Skoliosen) dazu.

Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage ist Teil der Entstauungstherapie bei akut- und/oder chronisch-lymphologischen Erkrankungen. Häufig entstehen Ödeme bei angeborenen oder nach erworbenen (Trauma, OP) Läsionen oder der Überlastung des Lymphsystems. Der Lymphtherapeut regt durch spezielle Griffe den Rücktransport der Gewebsflüssigkeit (Lymphe) in den Blutkreislauf an. Mittels spezieller komprimierender Bandagetechniken wird der Effekt der manuellen Lymphdrainage verstärkt und längerfristig gesichert. Je nach Phase der Entstauung empfiehlt oder organisiert der Therapeut die Anpassung eines Kompresionsstrumpfes durch Fachpersonal eines Orthopädiegeschäfts.

Anwendungsgebiete:

  • nach Krebsoperationen
  • nach Traumata mit oder ohne chirurgische Eingriffe
  • nach orthopädischen Eingriffen
  • bei angeborenen Störungen des Lymphsystems

Manuelle Therapie

Mit gezielten manuellen Behandlungstechniken unterstützen wir die Patientinnen und Patienten dabei, ihre Beweglichkeit zu verbessern und bewegungsabhängige Schmerzen zu lindern.

Medizinische Trainingstherapie

Unter medizinischer Trainingstherapie (MTT) wird ein gezieltes gerätegestütztes Training zur Förderung und Wiederherstellung der Musterkraft und -koordination verstanden.

Physikalische Therapien

Die Stosswellentherapie (z.B. bei Fersensporn, zur Triggerpunktbehandlung, etc.) ist eine Behandlungsmethode, bei der energiereiche Schallwellen in die schmerzenden Körperareale geleitet werden. Mit Hilfe dieses Heilverfahrens können krankhafte Veränderungen an Sehnen, Bändern, Kapseln, Muskeln und Knochen gezielt beseitigt werden. Stosswellen beschleunigen den Heilungsprozess im Körper und die Selbstheilungskräfte werden in Gang gesetzt.

Die Wärmetherapie (Fango) fördert lokal die Durchblutung und kann daher zur Behandlung muskulärer Verspannungsschmerzen eingesetzt werden.

Durch Ultraschallwellen entsteht am Behandlungsort ein Druckwechsel im Gewebe. Dieser erzeugt eine verbesserte Durchblutung. Ultraschall kann somit zur Schmerzbehandlung oder Behandlung von verspannter Muskulatur eingesetzt werden.

Die Elektrotherapie wird je nach Intensität und Stromart (Gleichstrom oder Wechselstrom) sowohl zur Schmerztherapie als auch zur Muskelstimmulation eingesetzt.

Wassertherapien

Therapien im Bewegungsbad sind voraussichtlich ab Mai 2022 wieder verfügbar.

In der Wassertherapie werden die physikalischen Eigenschaften des Wassers für eine Vielzahl an Therapien genutzt. Der Auftrieb verringert die Schwerkraft. Somit können sich Patienten nach Operationen der unteren Extremitäten bereits nach kürzester Zeit im Wasser ohne Stöcke "normal" bewegen. Der Wasserwiderstand kann z.B. zur sanften Aktivierung der Rumpfmuskulatur bei Rückenpatienten genutzt werden. Durch das Bewegen im Wasser entsteht an der Haut ein massierender Effekt, was wiederum regulierend auf die Muskulatur wirken kann.

Therapieangebote: