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Subspezialisierung Pädiatrische Radiologie

Herzliche Begrüssung durch unseren Subspezialisten für Pädiatrische Radiologie

Herzliche Begrüssung durch unseren Subspezialisten für Pädiatrische Radiologie

Kinderradiologie

Am zentralen Röntgeninstitut des Kantonsspitals Graubünden wird die Pädiatrische Radiologie von einem Spezialisten für Pädiatrische Radiologie geleitetet.

Unter der Anleitung eines speziell für die Bildgebung im Kindesalter ausgebildeten Spezialisten und entsprechend geschulten Mitarbeitern, werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene untersucht und Befunde erstellt.

Der Pädiatrische Radiologe stellt sicher, dass Säuglinge, Kinder und Jugendliche, belastungsarm, kindgerecht und ergebnisorientiert untersucht werden.

Was ist Pädiatrische Radiologie?

Was ist päd Radiologie

Untersuchung am kleinen Patienten

Die Pädiatrische Radiologie ist ein Spezialgebiet der Radiologie.

Radiologie ist das Gesundheitsfachgebiet, das sich mit der Erstellung und der Deutung medizinischer, bildgebender Verfahren befasst.

Bildgebende Verfahren der Radiologie sind das konventionelle Röntgen, der Ultraschall, die Durchleuchtung, die Angiographie, die Computertomographie und die Kernspintomographie.

Die Pädiatrische Radiologie befasst sich mit der Erstellung und Deutung der medizinischen, bildgebenden Verfahren bei Neugeborenen, Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Die Patienten des Pädiatrischen Radiologen sind Menschen, die mehr oder weniger stark wachsen und somit sehr strahlenempfindlich sind. Sie haben andere Erkrankungen als Erwachsene und man muss sich mehr Zeit nehmen, um Untersuchungen bei ihnen durchzuführen, ihnen die Angst vor der Untersuchung zu nehmen und sie zum Teil spielerisch in den Untersuchungsgang einbeziehen, damit ein optimales Ergebnis erzielt wird.

Der Pädiatrische Radiologe ist Spezialist in der Indikationsstellung, der Durchführung und der Bewertung der Untersuchungen bei diesen Patienten.

Pädiatrisch Radiologische Untersuchungsverfahren

Päd Untersuchungsverfahren

Ultraschalluntersuchung

Ultraschall

Ultraschall (Sonographie)

Ultraschall oder Sonographie ist wohl das häufigste Untersuchungsverfahren in der Pädiatrischen Radiologie. Für unsere Patienten ist die Untersuchung belastungsfrei und wenig störend.

Da Kinder besonders geeignet sind für die Ultraschalluntersuchung, kann man mehr herausbekommen als bei Erwachsenen und so oftmals Untersuchungsverfahren mit Strahlenbelastung vermeiden.

Das Ergebnis der Untersuchung ist im Ultraschall sehr stark abhängig von dem Wissen und Können des Untersuchers.

Hüftultraschall (Hüftsonographie) bei Neugeborenen (nach Graf)

Die Hüftsonographie gehört zu den Standarduntersuchungen bei Neugeborenen und sollte unbedingt durchgeführt werden, um eine Hüftdysplasie auszuschliessen.

Bei Neugeborenen und Säuglingen ist der Hüftkopf noch nicht verknöchert und so kann der Pädiatrische Radiologe die Form der Hüftpfanne des Gelenkes sonographisch durch den Hüftkopf beurteilen.

Das Messverfahren nach Graf setzt Standards, nach denen die Hüftreife beurteilt und klassifiziert werden kann.

Liegt eine Hüftdysplasie vor, kann der Orthopäde eine Abspreizbehandlung durchführen und die noch weiche Hüftpfanne in ihrer Form so optimieren, so dass Operationen vermieden werden können. Dies ist nur in den ersten Lebensmonaten möglich. Daher wird routinemässig im dritten Lebensmonat eine Abschlusskontrolle durchgeführt, damit keine Therapie-Chancen verpasst werden.

Ultraschall der Wirbelsäule bei Neugeborenen

In den ersten Lebensmonaten sind der Dornfortsatz und die Querfortsätze der Wirbelsäule noch nicht verknöchert und können vom Ultraschall durchdrungen werden, so dass die innen liegenden Strukturen des Wirbelkanals untersucht werden können.
In diesem Zeitraum kann eine Fehlbildung in diesem Kanal mit Ultraschall gut erkannt oder ausgeschlossen werden.

Wenn das Baby ein Grübchen am Steissbein, ein Feuermahl, einen auffälligen Tastbefund oder eine vermehrte Behaarung am Rücken oder Gesäss hat, ist eine Wirbelsäulensonographie sinnvoll.

Ultraschall des Bauches

Die Ultraschalluntersuchung des Bauches ist eine der häufigsten Untersuchungen in der Kinderradiologie, da Bauchweh ein häufiges Symptom bei Kinder und Jugendlichen ist und der Ultraschall durch den kundigen Arzt viele ernste Diagnosen nachweisen oder ausschliessen kann.

Ultraschall der Nieren und ableitenden Harnwege

Die Sonographie der Nieren und der Blase ist ebenfalls eine häufige Untersuchung in der Kinderradiologie, da Infekte der Harnwege ebenfalls häufige Erkrankungen sind und der Ultraschall zeigt, ob eine Nierenbeckenentzündung, ein Harnaufstau oder Fehlbildungen vorliegen.

Ultraschall des Gehirns durch die offene Fontanelle

Ultraschall Gehirn

Untersuchung des Kindes im Beisein seiner Mutter

Das Gehirn kann beim Neugeborenen und Säugling meist gut mit Ultraschall untersucht werden.

Fehlbildungen, Blutungen, Durchblutungsstörungen und Raumforderungen können meist frühzeitig gefunden werden, wenn ein fachkundiger Arzt eine Ultraschalluntersuchung des Gehirns vornimmt.

Ein Aufstau des Nervenwassers kann akut und im Verlauf beurteilt werden.

Ultraschall der Halsweichteile

Die Sonographie der Halsweichteile wird in der Regel zur Abklärung von Schwellungen oder Knoten am Hals durchgeführt.

Häufige Fragen sind, ob eine Entzündung vorliegt, ob eine Vereiterung vorliegt oder ob die Schwellung sonographische Zeichen eine weiterführende Abklärungsbedürftigkeit hat.

Die Speicheldrüsen und die Halsweichteile können gut beurteilt werden.

Speicheldrüsenentzündungen, Speichelsteine oder Halszysten können gut abgeklärt werden.

Säuglinge kommen mit der Frage nach einer Verhärtung im Halsmuskel (Fibromatosis colli) oder, ob eine Schilddrüse vorhanden ist.

Ultraschall der Schilddrüse

Die Schilddrüsensonographie klärt, ob eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt.

Anlagevarianten, Zysten und Knoten können gut diagnostiziert werden.

Schilddrüsenentzündungen sind bei heranwachsenden Mädchen relativ häufig und können in ihrem Verlauf beurteilt werden.

Bei Schluckstörungen ist es häufig der erste Schritt, durch die Sonographie eine Schilddrüsenerkrankung auszuschliessen.

Ultraschall der Thoraxorgane

Die Thoraxsonographie wird zur Beurteilung eines Ergusses im Rippenfell, zur Beurteilung der Beweglichkeit oder bei Brustkorbverformungen, zur Beurteilung der knorpeligen Rippenbogenanteile durchgeführt.

Ultraschall der Genitalorgane (Hoden/Gebärmutter/Eierstöcke)

Das Genitale des Jungen und das innere Genital des Mädchens lassen sich sonographisch gut untersuchen.

Bei Mädchen untersucht man bei gut gefüllter Blase durch die Bauchdecke, wie beim Bauchsonogramm.

Ultraschall der Brustdrüsen

Die Brustdrüsensonographie ist auch im Kindes- und Jugendalter ein gängiges Verfahren, wenn es dort zu lokalen Problemen kommt.

Probleme können sein:
Vorzeitiges Brustdrüsenwachstum bei Mädchen oder Entwicklung einer weiblich anmutenden Brust bei Jungen, Entzündungen oder unklare Sekretion aus der Brustwarze oder andere Weichteilschwellungen.

Ultraschall des Bewegungsapparats

Der Bewegungsapparat ist bei Kindern und Jugendlichen ein Untersuchungsfeld, das Weichteilverletzungen und Weichteilveränderungen wie zum Beispiel Ergüsse oder Entzündungen gut einordnen kann. Die Sonographie kann der Diagnosefindung und der Verlaufsbeobachtung dienen.

Ultraschall der Weichteile jeglicher Körperregionen

Bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen finden sich gelegentlich Weichteilschwellungen, die sonographisch abgeklärt werden können. Häufig handelt es sich um harmlose Veränderungen, wie zum Beispiel Blutschwämmchen oder Lipome. Diese können von behandlungsbedürftigen Veränderungen abgegrenzt werden.

Dopplersonographie

Dopplersonographie der Extremitäten ver- und entsorgender Gefässe mittels Duplex- und Farbdopplersonographie

Die Doppler- und Duplexsonographie nutzt die Fliesseigenschaften des Blutes um zu klären, ob eine Gefässverengung, eine Thrombose oder eine andere Gefässerkrankung vorliegt. Bein-und Armgefässe sind der Doppler-und Duplexsonographie zugänglich.

Dopplersonographie der Nierenarterienarterien mittels Duplex- und Farbdopplersonographie

Die Dopplersonographie der Nierengefässe dient zumeist dem Nachweis oder Ausschluss einer Nierenarterienstenose oder einer Nierenvenenthrombose.

Dopplersonographie der extrakraniellen hirnversorgenden Gefässe mittels Duplex- und Farbdopplersonographie

Die Dopplersonographie der hirnversorgenden Gefässe erklärt, ob eine Gefässvariante oder eine Gefässverengung vorliegt, welche zum Beispiel für neurologische Probleme verantwortlich sein könnte.

Dopplersonographie der abdominellen, retroperitonealen und mediastinalen Gefässe mittels Duplexsonographie und farbkodierter Darstellung

Die Bauch- und Brustgefässe sind individuell unterschiedlich zugänglich und so muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob eine Klärung der Gefässproblematik in diesem Bereich durch diese Methode zu erreichen ist.

Konventionelles Röntgen

Das konventionelle Röntgen ist das Arbeitspferd der Radiologie. Hier wird das erkrankte Körperteil auf einem Tisch oder Stativ eingerichtet und untersucht.

Ein Röntgenbild wird erzeugt. So kann festgestellt werden, ob zum Beispiel eine Lungenentzündung oder ein Knochenbruch vorliegt.

Durchleuchtung

Die Durchleuchtung ermöglicht dynamische Untersuchungen, die zum Beispiel einen Bewegungsablauf zeigen.

Die Durchleuchtung kann zeigen, ob das Kind einen Fremdkörper eingeatmet hat.

Mit Kontrastmittel kann man sehen, wie dieses durch die Speiseröhre und den Darm transportiert wird und ob Dichtigkeits- oder Transportprobleme bestehen.

Kernspintomographie

Die Kernspintomographie nutzt den magnetischen Moment der im Körper befindlichen Wasserstoffteilchen um Bilder zu erzeugen.

Die Kernspintomographie ist frei von ionisierender Strahlung!

In dem Gerät ist es während der Untersuchung laut, aber man kann über den Kopfhörer Musik oder eine Geschichte hören (eine eigene CD darf mitgebracht werden). 

Computertomographie

Die Computertomographie ist im Kindesalter selten indiziert und betrifft oft Patienten mit schweren und chronischen Erkrankungen.  Die Computertomographie nutzt die Röntgenstrahlung um überlagerungsfreie Bilder zu erzeugen.

Wann sollte ein Pädiatrischer Radiologe Ihr Kind untersuchen?

Päd Wann sollte

Der Pädiatrische Radiologe bei der Untersuchung

Der Pädiatrische Radiologe arbeitet im Auftrag eines Kinderarztes, eines Kinderchirurgen oder eines Hausarztes.

Der Kinderradiologe ist ein Arzt, der im Team arbeitet. Er ist auf die klinische Diagnose und die Angaben des zuweisenden Arztes angewiesen, um die optimale Diagnostik durchführen und eine klare Aussage zu der vermuteten Erkrankung machen zu können.

Der Pädiatrische Radiologe wird auf Veranlassung eines zuweisenden Kollegen tätig und teilt diesem seine radiologische Diagnose mit oder berät den zuweisenden Arzt mit welchem Verfahren die klinisch vermutete Diagnose gesichert und im Verlauf kontrolliert werden kann.

Er wählt den belastungsärmsten oder einen belastungsfreien diagnostischen Weg.