Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation

Nierenszintigraphie

Indikationen

• Verdacht auf Harnabfluss-Störungen
• Verdacht auf Harnrückfluss aus der Blase (Reflux)
• Verdacht auf Nierennarben nach Entzündungen (Pyelonephritis)
• Seitengetrennte Nierenfunktionsmessung, etwa vor einer Operation

Vorbereitung

Der Patient sollte vor der Untersuchung viel trinken, mindestens 500 ml Flüssigkeit in den 30 Minuten unmittelbar vor der Untersuchung. Bei Frauen sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

Ablauf

Bei der Untersuchung des Harnabflusses oder der seitengetrennten Nierenfunktion wird eine leicht radioaktive Substanz in die Vene gespritzt, die über die Nieren ausgeschieden wird. Noch während des Spritzens wird mit Aufnahmen der Nieren- und Blasenregion begonnen. Die Aufnahmen dauern 30 bis 40 Minuten. Unter Umständen wird dem Patienten in der Mitte der Untersuchungszeit ein harntreibendes Mittel (Furosemid, Lasix®) gegeben, um den Abfluss unter Belastung zu messen.

Bei der Untersuchung auf Nierennarben werden unmittelbar nach der Injektion noch keine Aufnahmen gemacht. Zuerst muss sich die Substanz in der Niere anreichern, was je nach Alter des Patienten zwei bis fünf Stunden in Anspruch nimmt. Danach werden Aufnahmen der Nieren von vorne und hinten angefertigt, die etwa 20 bis 30 Minuten dauern.

Bei der Reflux-Untersuchung wird eine leicht radioaktive Substanz über einen Blasenkatheter in die Harnblase gespritzt; sodann werden die Aufnahmen gestartet und der Patient gebeten, während der Aufnahmen Wasser zu lösen. Der Weg des Harns wird dann mit der Kamera verfolgt.

Strahlendosis

Die Strahlenbelastung ist gering und entspricht etwa dem Durchschnitt der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz in drei Monaten oder einem Zehntel der Dosis einer Computertomographie (CT) des Bauchraumes.