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Unsere Lernenden stehen «Rede und Antwort»

Im Kantonsspital Graubünden bilden wir aktuell (2014/2015) 83 Lernende aus:

  • 9 Köchinnen und Köche
  • 58 Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit (FAGE)
  • 5 Informatikerinnen und Informatiker
  • 7 Kauffrauen und Kaufmänner (KV)
  • 1 Mediamatiker


Unsere Lernenden kommen zu Wort und berichten uns über ihre Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Ausbildungsberuf am KSGR und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen.

KV

Ursina

Ursina Bühler


Ge
burtstag: 08.06.1995

Hobbys: Skifahren, Schwimmen, Velo fahren, Shoppen, Kino

Ausbildung: Kauffrau mit BMS (KV)     

Warum hast du dich für eine Ausbildung beim KSGR entschieden?

Die KV Lernenden erhalten während der dreijährigen Lehre am Kantonsspital Graubünden einen Einblick in verschiedene Abteilungen, was eine sehr abwechslungsreiche und vielseitige Ausbildung ausmacht. 
Das Kantonsspital Graubünden ein sicherer Arbeitgeber.

Wie verläuft die Ausbildung zur Kauffrau mit BMS?

Die kaufmännische Ausbildung beginnt für Lernende im 1. Lehrjahr im Einkauf und in der Logistik (Post, Zentrallager). Anschliessend führen wir Sekretariatsarbeiten im Sekretariat Personal, Pflege und Fachsupport durch. Weitere Abteilungen sind Patientenaufnahme stationär sowie ambulant, die Patientenabrechnung stationär und ambulant, das Sekretariat Orthopädie, den Personaldienst sowie die Kreditoren- und Debitorenabteilung.

Zur betrieblichen Ausbildung gehören sogenannte ALS (Arbeits-und Lernsituationen) und PE (Prozesseinheiten). Weiterhin besuchen wir überbetriebliche Kurse (ÜK) um das Branchenwissen zu vertiefen. Die Berufsschule findet an zwei Tagen pro Woche statt. Die Lernenden im M-Profil (BMS) werden in zusätzlichen Fächern unterrichtet und erlangen höhere Schwierigkeitsgrade bei den Sprachdiplomen.

Um die Sprachen zu vertiefen, können sich die Lernenden im 2. Lehrjahr für einen Sprachaufenthalt in Florenz, IT oder Montpellier, FR und im 3. Lehrjahr für eine Sprachschule in Brighton, GB anmelden.

Das Kantonsspital Graubünden unterstützt ihre Lernenden indem sie ihnen einen Geldbetrag für Schulbücher oder zusätzliche arbeitsfreie Tage für Sprachaufenthalte gewähren.

Was gefällt dir besonders gut an deinem Beruf? Was gefällt dir weniger?

Während der Lehrzeit habe ich die Möglichkeit mit verschiedenen Personen wie Patienten, Angehörigen, Ärzten, Garanten und Mitarbeitenden in Kontakt zu kommen, was mir sehr gefällt. Zudem ist die kaufmännische Lehre eine gute Grundausbildung und bietet viele Optionen nach dem Lehrabschluss an. 

Was sind deine beruflichen und schulischen Absichten für die Zukunft?

Das Kantonsspital Graubünden bietet allen KV-Lernenden nach der bestanden Lehre ein Praxisjahr an. Gerne nutze ich diese Gelegenheit um Arbeitserfahrungen zu sammeln und werde je ein halbes Jahr im Personaldienst sowie in der Finanzabteilung arbeiten.

Anschliessend plane ich nach Afrika, Asien oder Südamerika zu reisen um dort als Volontärin tätig zu sein. Im Anschluss möchte ich an einer Fachhochschule ein Studium beginnen. Besonders interessieren mich Berufe mit Kundenkontakt wie zum Beispiel Sozialpädagogik, Angewandte Psychologie und Recht.

Das Interview mit Ursina wurde im Juli 2014 geführt.
Die ausführliche Version des Interviews steht hier als PDF zur Verfügung: Interview Ursina (PDF)

Ursina hat ihre KV-Lehre erfolgreich abgeschlossen und arbeitet nun als Kauffrau in der Abteilung Finanzen im Kantonsspital Graubünden. Von März bis Juni 2015 wechselt sie in den Personaldienst.

FAGE

Selina

Selina Schmalzer


Geburtstag: 13.10.1995

Hobbys: Gitarre spielen, Skifahren, Freunde treffen

Ausbildung: Fachfrau Gesundheit (FAGE)

Warum hast du dich für eine Ausbildung beim KSGR entschieden?

Ich habe mich für den gesundheitlichen Bereich entschieden, da ich ihn interessant fand und gute Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.

Mein Wunsch war es, entweder auf dem Wochenbett oder auf der Kinderstation arbeiten zu können. Das Kantonsspital St. Gallen, welches in der Nähe von meinem Wohnort liegt, hätte die Abteilungswünsche nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die Lehrstelle im Kantonsspital Graubünden anzunehmen. 

Mir gefällt es in einem grossen Betrieb zu arbeiten und gleichzeitig die familiäre Atmosphäre im Spital Fontana zu geniessen. Die Distanz zu meiner Familie war am Anfang gewöhnungsbedürftig, doch ich würde diesen Schritt wieder wagen, da ich durch den Wegzug von zu Hause selbständiger geworden bin.

Ich bin mit meiner Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit sehr zufrieden und würde meine Lehre wieder im KSGR antreten.

Wie verläuft die Ausbildung einer Fachangestellten Gesundheit?

Die Ausbildung zur Fachangestellten Gesundheit dauert drei Jahre und erfolgt im Lehrbetrieb, in der Berufsschule sowie in überbetrieblichen Kursen (ÜK). Die Lehre beinhaltet ein Auswärtspraktikum von ca. zwei Monaten am Ende des ersten oder Anfang des zweiten Lehrjahres. Dieses wird in einem auswärtigen Betrieb in einem anderen Fachgebiet durchgeführt.
Anfang des dritten Lehrjahres findet ein internes zweimonatiges Praktikum auf freiwilliger Basis statt. 

Den FAGE Lernenden stehen pro Jahr fünf Wochen Ferien zu. Zudem müssen sie sich auf den Wochenenddienst, Frühdienst und ca. ab dem 2. Lehrjahr auch auf den Spätdienst einstellen.

Während den drei Lehrjahren werden 14 Kompetenzen unter anderem Medizinaltechnik, Pflege & Betreuung und Administration in Kompetenznachweisen theoretisch und praktisch getestet. Die Kompetenznachweise werden ungefähr 5 x pro Semester durchgeführt und die Lernenden schreiben zudem ein Lernjournal um die Arbeit zu reflektieren.

Was gefällt dir besonders gut an deinem Beruf? Was gefällt dir weniger?

Was ich besonders mag ist der Kontakt zu den Menschen. Mir gefällt es auch verschiedene Kulturen und Ansichten kennenzulernen, wodurch man offener wird. Ich finde man bekommt sehr viel von den Patienten zurück und das „Produkt“ der Arbeit ist sichtbar. 

Als Fachangestellte Gesundheit gibt es auch weniger angenehme Arbeiten zu erledigen wie z.B. die Begleitung zur Toilette, woran man sich jedoch gewöhnt. Ein weiterer Punkt sind die unregelmässigen Arbeitszeiten. 

Was sind deine beruflichen und schulischen Absichten für die Zukunft?

Nach meiner abgeschlossenen Lehre als Fachangestellte Gesundheit mit BMS beginne ich Mitte September meine Ausbildung zur HF Pflege, Fachrichtung KJFF (Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien) in Zürich. Die dazugehörigen Praktika kann ich im KSGR absolvieren.

Die Ausbildung dauert zwei oder drei Jahre, je nach Vorkenntnissen. Ich habe mich für die Fachrichtung KJFF entschieden, weil mir danach viele Türen im sozialen-gesundheitlichen Bereich offen stehen und ich v.a. viel im Fachgebiet Kinder lernen kann.

Das Interview mit Selina wurde im Juli 2014 geführt.
Die ausführliche Version des Interviews steht hier als PDF zur Verfügung: Interview Selina (PDF)

Selina hat ihre Lehre zur FAGE erfolgreich abgeschlossen und arbeitet nun als Pflegefachfrau HF in Ausbildung in der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin im Kantonsspital Graubünden.

Informatiker

Dorus

Dorus Janssens


Geburtstag: 19.08.1993

Hobbys: Fitness, Snowboarden, Programmieren

Ausbildung: Informatiker mit BMS

Warum hast du dich für eine Ausbildung beim KSGR entschieden?

Auf die interessante Lehrstelle im Kantonsspital Graubünden bin ich durch den Ehemann meiner ehemaligen Oberstufenlehrerin aufmerksam geworden. Er arbeitet ebenfalls im KSGR und hat mir die Ausbildungsstelle sehr empfohlen. Zudem sind auch meine Eltern in einem Spital tätig und schätzen das Spital als Arbeitgeber sehr.

Der KSGR hat mich besonders angesprochen, da die Angestellten sehr hilfsbereit und offen sind. Ich beabsichtigte gleichzeitig die Berufsmatura zu absolvieren. Das KSGR sieht den hohen Nutzen der Berufsmatura und heisst Lernende mit den Ziel BMS gerne willkommen.

Wie verläuft die Ausbildung zum Informatiker mit BMS?

Während der vierjährigen Informatiklehre mit BMS besuchen wir zwei Tage pro Woche die Berufsschule und nehmen in den ersten zwei Lehrjahren an überbetrieblichen Kursen beim Verbund für Informatik (Spital-Informatik-Verbund Chur) teil. 

In den vier Lehrjahren lernen wir folgendes:
1. Lehrjahr: Grundkenntnisse der Informatik: Office Programme und Datenbanken
2. Lehrjahr: Programmieren
3. Lehrjahr: Konfiguration von Regeln und Zugriffsberechtigungen, Unterhalt von Servern
4. Lehrjahr: Schulprojekt, z.B. Programmieren einer Webseite

Im Vergleich zu anderen Ausbildungen werden bei der Informatiklehre die Module laufend während dem Semester abgeschlossen. Dies bedeutet, dass Ende Lehrzeit keine fachspezifische LAP stattfindet. Der Grund ist, dass sich die Technologien stetig ändern und am Ende der Lehrzeit teilweise bereits nicht mehr aktuell sind.

Was gefällt dir besonders gut an deinem Beruf? Was gefällt dir weniger?

Am meisten gefällt mir der Gedanke daran, auf dem Arbeitsmarkt wertvoll zu sein. Gute Informatiker sind heutzutage sehr gesucht und die Informatikbranche hat intakte Zukunftsaussichten. Ich versetze mich gerne in die Rolle des Benutzers hinein und überlege mir, wie IT-Probleme am effektivsten gelöst und neue Kundenbedürfnisse umgesetzt werden können.

Es kommt jedoch auch immer wieder vor, dass sich Probleme über mehrere Tage nicht lösen lassen. Die Störungseingrenzung kann sehr aufwendig und anspruchsvoll sein. Heutzutage wird das einwandfreie Funktionieren der Programme und Applikationen als selbstverständlich angesehen. Die Benutzer sind auf eine sehr hohe Verfügbarkeit der IT-Systeme angewiesen und reagieren bei Ausfällen dementsprechend mit negativen Rückmeldungen.

Was sind deine beruflichen und schulischen Absichten für die Zukunft?

Nach meiner abgeschlossenen Ausbildung zum Informatiker mit BMS werde ich für ein halbes Jahr das Team Netzwerk und Sicherheit unterstützen. Im Anschluss plane ich eine Weltreise und im September mit dem Studium Computer of Science FH zu beginnen.

Das Interview mit Dorus wurde im Juli 2014 geführt.
Die ausführliche Version des Interviews steht hier als PDF zur Verfügung: Interview Dorus (PDF)

Dorus hat seine Lehre als Informatiker erfolgreich abgeschlossen und arbeitet noch bis Ende Februar 2015 als Informatiker im Kantonsspital Graubünden. Danach startet er seine Weltreise.