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Klinische Forschung

Herzlich willkommen auf der Internetseite der Klinischen Forschung am Kantonsspital Graubünden. Hier finden Sie allgemeine Informationen über Klinische Forschung und zu den Studien, die wir in unserem Studienzentrum durchführen.

Über uns

Wir sind ein hoch motiviertes und gut ausgebildetes Team bestehend aus Ärzten, klinischen Forschungsmanagerinnen/Koordinatorinnen und einer Sekretärin.
Der Fachbereich Onkologie am Kantonsspital Graubünden hat eine langjährige Erfahrung im Bereich klinischer Forschung. Durch die enge Zusammenarbeit mit der SAKK (Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebsforschung), IBCSG (Internationale Brustkrebs Organisation) und der Pharmaindustrie können wir zu vielen Tumorarten Therapien im Rahmen von klinischen Studien anbieten. Dank der klinischen Forschungstätigkeit konnten wir unsere Studienabteilung permanent erweitern. Dadurch konnten wir uns einen sehr guten Ruf erarbeiten, welcher laufend durch Inspektionen, Audits und Monitorings überprüft und bestätigt wird. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung der Strukturen unserer Abteilung ist uns enorm wichtig. Dies garantiert den Patientinnen und Patienten ein hohes Mass an Qualität und Sicherheit.

Unsere Patientinnen und Patienten werden von unsere Klinischen Forschungsmanagerinnen/Koordinatorinnen über die ganze Zeit persönlich betreut und begleitet. Wir streben ein enges Vertrauensverhältnis zu unseren Patientinnen und Patienten an. Sie können sich für jegliche Art von Anliegen an uns wenden.  

Gillian Roberts

Gillian Roberts

Klinische Forschungsmanagerin

Tel. +41 81 256 71 64
Fax +41 81 256 66 40
E-Mail

Eun Joo Beers

Eun Joo Beers
Klinische Forschungskoordinatorin
Tel. +41 81 256 75 81
Fax +41 81 256 66 40
E-Mail

Allgemeine Informationen

Klinische Forschung - Was ist das?

Die klinische Forschung in der Onkologie untersucht an den Patientinnen und Patienten neue Medikamente und/oder neue Therapiekombinationen zur Verbesserung der Behandlung von Krebserkrankungen. Bei klinischen Studien werden vermehrt Blut- und Gewebeproben für die wissenschaftliche Erforschung der Krankheitsursachen untersucht.
Die Ziele einer klinischen Studie müssen in einem Studienprotokoll (Prüfplan) sorgfältig definiert werden. Zudem werden dort alle Details wie Medikamentendosierung und Verabreichung, Zeitplan und Umfang der Kontrolluntersuchungen, Auswertung der Wirksamkeit und die Erfassung und Meldung von Nebenwirkungen genau festgelegt. Eine Studie muss genügend Teilnehmer haben, um die gesuchte Verbesserung feststellen zu können. Klinische Studien werden von nationalen und internationalen Krebsforschungs-Organisationen oder internationalen Pharmaunternehmen durchgeführt – dies an mehreren Tumorzentren in der Schweiz, Europa und weltweit.

Phasen einer Arzneimittelstudie

Phase I Studien
In diesen Studien werden neue Substanzen, die in Labortests und in Tierversuchen erfolgversprechende Ergebnisse auf die Tumorwirkung erzielt haben, erstmals am Menschen eingesetzt. Auch neue Kombinationen von bewährten und schon bewilligten Behandlungen in einer neuen Anwendung können so eingesetzt werden.
Ziel dieser Studien ist es, die Sicherheit und die Verträglichkeit dieser Substanzen zu untersuchen und den bestmöglichen Verabreichungsweg und die beste Dosis für die neue Behandlung zu finden.
Es werden vor allem Patientinnen und Patienten aufgenommen, für deren Erkrankung es keine Standardtherapie gibt oder bei denen diese Therapie nicht mehr wirkt.
Wenn die Fragen der Phase I Studien geklärt sind, gehen die Forscher zur Phase ll über.

Phase II Studien
In Phase ll-Studien wird geprüft, wie wirksam und verträglich die neue Behandlung in der vorgegebenen Dosierung ist. Die Studienteilnahme ist im Prüfplan genau festgelegt bezüglich Tumorart, Stadium der Erkrankung und Vorbehandlung mit bekannten Antitumor-Medikamenten.
Wenn sich die Behandlung als verträglich und wirksam erweist, folgt die Phase lll.

Phase III Studien
Hier wird die neue Behandlung mit der herkömmlichen Methode, der Standardtherapie oder der besten anerkannten Therapie, verglichen. Dabei wird geprüft, ob die neue Behandlung Vorteile in Bezug auf das Tumoransprechen, eine verbesserte Lebensqualität und längeres Überleben verspricht.
Um ein statistisch aussagekräftiges Resultat erzielen zu können, werden in diesen Studien hunderte bis tausende Patientinnen und Patienten eingeschlossen, was mehrere Jahre dauern kann. Auf Grund dieser breit abgestützten Resultate kann entschieden werden, welche Behandlung für den Patienten wirklich die beste ist.

Regeln und Richtlinien zur Durchführung klinischer Studien

Strenge nationale und internationale Richtlinien regeln die Durchführung von klinischen Studien. Diese Richtlinien schreiben unter anderem vor, welche Voraussetzungen ein Studienprotokoll erfüllen muss. Alle Studienunterlagen müssen vor Anwendung der Ethikkommission Zürich, einem Gremium bestehend aus Medizinern, Juristen, Pharmazeuten, Sozialarbeitern und Pflegeexperten zur Überprüfung und Genehmigung vorgelegt werden. Anschliessend werden die Unterlagen der Swissmedic und allenfalls dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) weitergereicht. Erst nach diesem mehrstufigen Genehmigungsverfahren kann eine neue Studie in der Klinik eingeführt werden. Dies gewährt bestmögliche Sicherheit für die Studienteilnehmerin und -teilnehmer.
Die Einhaltung dieser Richtlinien wird regelmässig von den Studienorganisatoren und von externen Behörden überprüft.

Wer kann an einer Studie teilnehmen?

Jede Studie soll eine Reihe von Fragen beantworten. Deshalb werden für die Teilnahme genaue Ein- und Ausschlusskriterien festgelegt, wie Diagnose, Stadium der Krankheit, Begleiterkrankungen und Vorbehandlungen. Wenn diese erfüllt werden, schlägt der behandelnde Onkologe der Patientin / dem Patienten die passende Studie vor. In einem Aufklärungsgespräch werden die Vor- und Nachteile aufgezeigt und alternative Behandlungsoptionen besprochen und die schriftliche Patienteninformation und Einverständniserklärung abgegeben. Diese erklärt nochmals das Ziel der Studie und alle Details wie Ablauf der Untersuchungen, die zu erwartenden Wirkung/Nebenwirkung der Behandlung und die Fragen zur Versicherung und Patientenschutz.
Die Studienteilnehmenden können jederzeit ohne Angabe von Gründen die Studienbehandlung abbrechen.

Wer ist zuständig für die Betreuung während der Studienteilnahme?

Der behandelnde Onkologe behandelt und betreut die Patientinnen und Patienten innerhalb der Studie. Unsere Fachärzte und die klinischen Forschungsmanagerinnen/-koordinatorinnen haben eine langjährige Erfahrung in der Durchführung von klinischen Studien. Sie sind dafür speziell ausgebildet und besuchen regelmässig Weiterbildungen in ihrem Fachbereich.
Die zuständige klinische Forschungsmanagerin/-koordinatorin ist Ihre Ansprechpartnerin für allgemeine Fragen und Anliegen im Zusammenhang mit der Studie. Sie begleitet, berät und betreut die Patientinnen und Patienten, überwacht und organisiert die Einhaltung der Termine und Kontrolluntersuchungen.

Vor- und Nachteile einer Studienteilnahme

Bei Studienteilnahme hat die Patientin / der Patient Zugang zu einer neuen Behandlung noch vor deren Zulassung. So erhält er möglicherweise eine neue, eventuell bessere Therapie oder garantiert eine Behandlung mit der bewährten Standardtherapie.
Sie erfahren eine engmaschige Untersuchung und intensive Betreuung durch den Facharzt und den klinischen Forschungsmanagerinnen/-koordinatorinnen mit grosser Erfahrung für ihre spezielle Erkrankung. Langfristige Nachbeobachtung nach Studienende garantiert die bestmögliche Sicherheit.

Neue Methoden können unbekannte Risiken beinhalten und zu unerwünschten Begleiterscheinungen führen. Die Behandlung mit neuen Substanzen kann wie die Standardtherapie Nebenwirkungen hervorrufen.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Aktuelle Studien

Wir bieten Therapien im Rahmen von klinischen Studien mit folgenden Studiengruppen an:


  • SAKK (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für klinische Forschung)
  • IBCSG (Internationale Brustkrebs-Organisation)
  • EORTC (Europäische Organisation für Forschung und Behandlung von Tumorerkrankungen)
  • Pharmaindustrie
  • ETOP (European Thoracic Oncology Platform)
  • sowie eigen entwickelte Studien in Kooperation mit anderen Zentren 


Studien werden bei folgenden Erkrankungen durchgeführt: Brust, Magen-Darmtrakt, Lunge, Prostata, Bluterkrankungen z.B. Leukämie, Melanom. 

Link zur aktuellen
Liste Phase I Studien (PDF)
Liste Phase II und III Studien (PDF)
Link zum Zuweiserschreiben (PDF)

Medienmitteilung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK): Seit 50 Jahren im Einsatz für die bestmögliche Krebstherapie (PDF)