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Aktuelles

14.05.2019

Ein Jahr vor der Eröffnung des Neubaus auf Kurs

Im Geschäftsjahr 2018 behandelte das Kantonsspital Graubünden 17‘643 stationäre Patientinnen und Patienten und 76‘767 ambulante Fälle. Trotz tariflicher Eingriffe durch den Bundesrat wirtschaftete das KSGR erfolgreich und investiert weiter in die medizinische Versorgung von Morgen. Im Frühjahr 2020 wird das neue Hauptgebäude eröffnet.

Ein Jahr vor der Eröffnung des Neubaus H1 ist das Kantonsspital Graubünden weiter auf Kurs. Gleichzeitig geht die Entwicklung von stationären zu vermehrt ambulanten Behandlungen unaufhaltsam weiter. Trotzdem haben die stationären Fälle von 17'461 Patienten im Jahr 2017 auf 17'643 Patienten weiter zugenommen, jedoch nur noch um 1 %. Die ambulanten Fälle sind von 75'586 im Vorjahr auf 76'767 Fälle im Jahr 2018 gestiegen, die ambulanten Taxpunkte sind hingegen von 85'259 auf 84'415 gesunken (in Tausend). Hier zeigt sich der Berset-Effekt: Ohne diesen politischen Eingriff auf die Tarife durch den Bundesrat wären die Taxpunkte um rund 6-8 % angestiegen. CEO Dr. oec. HSG Arnold Bachmann sagt: «Dank des grossen Einsatzes des ganzen Teams und eines Wachstums im ambulanten Bereich fällt der Rückgang bei den ambulanten Einnahmen mit «nur» rund 1 % relativ bescheiden aus.»

Diese politischen Eingriffe durch den Bundesrat machen das sowieso schon äusserst herausfordernde Umfeld im Gesundheitsmarkt stetig unberechenbarer. Dennoch erzielte das Kantonsspital Graubünden einen Betriebsertrag von CHF 349.0 Mio. (Vorjahr: CHF 345.3 Mio.). Der Personal- und Sachaufwand betrug CHF 313.6 Mio. (Vorjahr: CHF 309.3 Mio.). Das Jahresergebnis beläuft sich nach Abschreibungen auf CHF 27.2 Mio. (Vorjahr CHF 29.7 Mio.) und wird vollständig wieder ins Spital investiert.

«Auf dieses Ergebnis sind wir gerade auch wegen der Tarifsenkungen durch den Berset-Effekt sehr stolz, es ist das Resultat einer hervorragenden Teamleistung», sagt Bachmann. Auch wenn viele Menschen in der Schweiz es nicht oder nicht vollständig nachvollziehen könnten, seit der neuen Spitalfinanzierung müsse ein Spital Reserven bilden können. «Denn nur so können wir im Kanton Graubünden weiterhin hochwertige Medizin anbieten», so Bachmann weiter. Schliesslich entspreche die Behandlung möglichst nahe dem Wohnort dem Bedürfnis der allermeisten Patientinnen und Patienten.

Aus- und Weiterbildung: Investition in die Zukunft
Regelmässige Aus- und Weiterbildung ist für ein Spital eine notwendige Investition in die Zukunft. Das war auch 2018 so: So besuchte im Berichtsjahr rund ein Viertel aller Mitarbeitenden in Form einer Berufslehre, eines Studienganges oder Praktikums eine Aus- oder Weiterbildung – das sind total 571 Mitarbeitende. Zudem haben 33 junge Berufsleute ihre Lehre mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis EFZ abgeschlossen, knapp die Hälfte mit Note 5 oder mehr. Auch die medizinische Ausbildung steht für das Kantonsspital Graubünden ganz oben auf der Prioritätenliste: Für 19 verschiedene Studiengänge erfolgte die Praxisausbildung im Rahmen von 163 Praktika und es wurden 164 Unterassistenzärztinnen bzw. Unterassistenzärzte und 154 Assistenzärztinnen bzw. Assistenzärzte aus- und weitergebildet.

Ein Jahr vor der Eröffnung H1
Im April 2020 wird das neue Hauptgebäude H1 seinen Betrieb aufnehmen, ab dann erfolgt der Zugang zum Hauptstandort des Kantonsspitals über die Loëstrasse. Die Eröffnung wird Ende März / Anfang April mit zwei Wochenenden der offenen Tür gefeiert. Das Bettenhaus M der Kinderklinik ist im Endspurt: Es wird gegen Ende 2019 seinen Betrieb aufnehmen. Die Öffentlichkeit kann das Haus M ebenfalls anlässlich der Eröffnungswochenenden im Frühjahr 2020 besichtigen.

Herausforderungen werden nicht kleiner
«Es geht in grossen Schritten vorwärts im Kantonsspital Graubünden. Und so wird es auch in den nächsten Jahren sein. Dafür haben wir die Weichen in vielen Bereichen gestellt und sind dank hervorragender und topmotivierter Mitarbeitenden gut gerüstet für die Zukunft», sagt Ständerat Martin Schmid, Stiftungsratspräsident des Zentrumsspitals.

Auszeichnungen, Akkreditierungen und Zahlen 2018:

• 17'643 stationäre Patienten behandelt
• 76'767 ambulante Fälle behandelt
• 1'105 Neugeborene willkommen geheissen
• Anerkannt: Weiterbildungsinstitution für «Pädiatrischen Intensivmedizin»
• Anerkannt: Weiterbildungsinstitution für pädiatrische Endokrinologie/Diabetologie
• Rezertifiziert: Notfallstation als Praxisausbildnerin für das Nachdiplomstudium «Expertin/Experte Notfallpflege NDS HF»
• Bronze an den Swiss Skills 2018: Sabrina Marchetti steht in der Kategorie "Health and Social Care" auf dem Podest
• 2'229 Personen beschäftigt
• Rund CHF 349 Mio. Umsatz erwirtschaftet
• 884 Helikopterlandungen gezählt

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