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Aktuelles

12.02.2019

Aufbau der Notfallpraxis Chur AG

Am 3. Juni 2019 wird die Notfallpraxis Chur in den Räumlichkeiten des Kantonsspitals Graubünden ihren Betrieb aufnehmen. Ende Januar wurde zu diesem Zweck die Notfallpraxis Chur AG gegründet.

Die neue Notfallpraxis ist ein gemeinsames Projekt des Churer Ärztevereins und des Kantonsspitals Graubünden. Dank der neuen Organisation haben die Patienten bei Notfällen nur noch eine Anlaufstelle. Durch Triage in leichtere und schwerere Fälle, die dann entweder in der Notfallpraxis oder im Spitalnotfall behandelt werden, werden die Wartezeiten wesentlich verkürzt und gleichzeitig Kosten gespart, weil Bagatellfälle nicht mehr im infrastrukturintensiven Spitalnotfall behandelt werden. Für die Hausärzte der Stadt Chur können die Diensttage für Notfalldienste effizienter verteilt werden und Bagatellnotfälle werden neu durch sie behandelt.

Gemeinsame Aktiengesellschaft

Die neue Notfallpraxis wird in Form einer AG betrieben. Der Churer Ärzteverein und das Kantonsspital Graubünden sind an dieser je zur Hälfte beteiligt. Der Verwaltungsrat der Notfallpraxis Chur AG besteht aus je zwei Vertreterinnen bzw. Vertretern des Churer Ärztevereins respektive des Kantonsspitals Graubünden. Komplettiert wird dieser durch Frau Doris Caviezel-Hidber in der Funktion als Präsidentin. Die Gründung der Aktiengesellschaft erfolgte Ende Januar.

Unmittelbare Nähe zu Notfallstation

Die Notfallpraxis wird zu Beginn und in einer Übergangsphase in den bestehenden Räumlichkeiten des Kantonsspitals Graubünden betrieben – und zwar in unmittelbarer Nähe zur zentralen Notfallstation. Nach Fertigstellung des gesamten Bauprojektes SUN (also nach Fertigstellung des Hauses H2) wird die Notfallpraxis im neuen Notfallbereich eigene Räumlichkeiten erhalten.

Zentrale Anlaufstelle bei Notfällen

Ab dem 3. Juni 2019 werden die Churer Hausärzte unter der Woche abends und an den Wochenenden von morgens bis abends ihren Notfalldienst in der Notfallpraxis im Kantonsspital Graubünden leisten. Damit wird die bestehende enge Zusammenarbeit zwischen dem Personal der zentralen Notfallstation und den dienstleistenden Hausärzten noch enger. Ausserhalb der Sprechstundenzeiten des Hausarztes können sich Patientinnen und Patienten ab Anfang Juni somit auf der zentralen Notfallstation des Kantonspitals Graubünden melden. Eintretende Patientinnen und Patienten werden nach der Dringlichkeit ihrer Verletzung oder Erkrankung triagiert (beurteilt und eingestuft). «Hausärztliche Notfälle» werden anschliessend in der Notfallpraxis durch die Hausärztin oder den Hausarzt behandelt. Ernste oder gar lebensbedrohliche Verletzungen werden weiter auf der Notfallstation behandelt. Damit soll die Zentrale Notfallstation des Kantonsspitals Graubünden entlastet werden, die vor allem an Abenden und an den Wochenenden stark frequentiert wird.

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