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MRI Bild: Abdomiellen Radiologie

Abdominelle und Urogenitale Radiologie

Die abdominelle Radiologie des Kantonsspitals Graubünden bietet alle klassischen und modernen Verfahren der bildgebenden Diagnostik des Abdomens und beinhaltet im speziellen die Darstellung der Bauchhöhle inklusive des Retroperitoneums mit Nieren und ableitenden Harnwegen sowie des Beckens und der dazugehörigen Organe. Als bildgebende Verfahren stehen sowohl die klassischen Röntgenmethoden inklusive der Darstellung der Speiseröhre, des oberen Magen-Darmtraktes oder des Dickdarms unter Durchleuchtung im Mono- oder Doppelkontrast oder die Darstellung der ableitenden Harnwege nach intravenöser Kontrastmittelgabe (i.v. Urographie) und die Sonographie, als auch moderne Schmittbildmethoden, wie die hochauflösende CT-Bildgebung oder die MRI insbesondere auch zur Klärung komplexer Fragestellungen zur Verfügung. Befunde werden bei Bedarf auch interdisziplinär mit den entsprechend spezialisierten Fachkollegen der Viszeralchirurgie, Urologie und Gastroenterologie sowie auch unter Hinzuziehung der Kollegen der Onkologie sowie Radioonkologie in unseren regelmässig stattfindenden interdisziplinären Spezialrapporten diskutiert, um eine optimale, fachübergreifende Betreuung und Behandlung unserer Patienten zu ermöglichen.  

Die Abdomensonographie

Die Bildgebung des Abdomens mittels Ultraschall bietet eine schnelle und für den Patienten nicht belastende Methode zur orientierenden Darstellung der Bauchorgane und der Situation in der Bauchhöhle bei unklaren abdominalen Beschwerden oder zur Tumor- oder Fokussuche bei unklaren Infekten.

Unterstützt werden kann die Bildgebung durch die intravenöse Gabe eines Kontrastmittels (SonoVue) zum Beispiel zum Nachweis und der Differenzierung von unklaren Leberveränderungen, insbesondere bei Patienten mit Kontraindikationen für eine CT/MRI oder die jeweilig verwendeten Kontrastmittel, bietet diese Methode eine unkomplizierte Alternative.
Des Weiteren eignet sich der Ultraschall auch zur Verlaufskontrolle im Rahmen von Therapien.

Konventionelle Methoden unter Anwendung von Röntgenstrahlen 

Die funktionelle Untersuchung der Speiseröhre unter Durchleuchtung (Ösophaguspassage/-kinematographie) zur Beurteilung des Schluckaktes bei Verdacht auf zum Beispiel funktionelle Schluckstörungen oder Behinderung des Schluckaktes durch Raumforderungen oder Fremdkörper.

Magen-Darmpassage zur Beurteilung von Magenentleerung und Darmpassage bei zum Beispiel Verdacht auf Magenentleerungsstörungen oder Störungen der Darmpassage.

Untersuchung des Dickdarmes im Mono-/Doppelkontrast bei zum Beispiel Verdacht auf entzündliche oder tumoröse Engstellen, Divertikel.

Anastomosekontrollen nach Darmoperationen.

Fisteldarstellungen.

Konventionelle Defäkographie (bei Kontraindikationen für eine MRI-Defäkographie), das heisst die Darstellung der Darmentleerung bei zum Beispiel funktionellen Darmentleerungsstörungen, Verdacht auf Beckenbodendysfunktionen und/oder Rekto-/Enterozelen.

Computertomographie (CT) des Abdomens

Die Computertomographie (CT) des Abdomens bietet eine schnelle und hochauflösende Methode zur detaillierten Bildgebung des Bauchraums.

Im Rahmen eines akuten Geschehens, zum Beispiel nach Unfällen zum Ausschluss oder Nachweis von Organverletzungen, bei Blutungen zur Identifizierung der Blutungsquelle oder bei Verdacht auf Gefässverschluss zur Identifizierung des verschlossenen Gefässes, bei Passagestörungen oder Darmverschlüssen zur Lokalisation und Identifizierung des Passagehindernisses.

Bei Verdacht auf oder im Rahmen einer bereits bekannten malignen (bösartigen) Grunderkrankung zur Primariussuche, Bestandsaufnahme im Rahmen des Primärstagings oder zur Verlaufskontrolle unter Therapie.

Ursachensuche bei unklaren akuten oder chronischen Abdominalbeschwerden.

Die Magnetresonanztomographie (MRI/MRT des Abdomens

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24-jährige Patientin: Flankenschmerzen
MRI: beginnend einschmelzende Pyelonephritis

Die Magnetresonanztomographie (MRI/MRT) des Abdomens bietet eine ohne Röntgenstrahlen funktionierende, sehr detaillierte Methode zur Bildgebung des Bauchraumes, so dass diese, insbesondere auch für junge Menschen, bei entsprechender Indikation eine Alternative zur CT darstellt.
Auch hat sie den Vorteil eines im Vergleich zur CT besseren Weichteilkontrastes, was unter Umständen bei bestimmten Fragestellungen die Differenzierung von Befunden deutlich verbessert.
Im Weiteren erweitert sie das Spektrum der Diagnostik durch die Möglichkeit einer der Fragestellung entsprechenden, differenzierten, teils auch funktionellen Bildgebung.

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35-jährige Patientin: CID
MRI: aktiver Morbus Crohn

Das für die MRI verwendete Kontrastmittel ist zudem gut verträglich und man beobachtet nur sehr selten Unverträglichkeiten, so dass häufig auch Patienten mit Kontrastmittel untersucht werden können, die Unverträglichkeit auf CT-Kontrastmittel zeigen ohne, dass es zu Nebenwirkungen kommt.

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23-jährige Patientin, 18. Schwangerschaftswoche: stechende Schmerzen im Unterbauch, Verdacht auf Blinddarm (Appendizitis)
M$RI: Ausschluss Blinddarm (Appendizitis