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Magnetresonanztomografie

Die Magnetresonanztomografie ist ein Schnittbildverfahren ohne ionisierende Strahlen welches eine bessere Gewebsdifferenzierung als CT zulässt aber wesentlich mehr Zeit benötigt und nicht bei allen Patienten angewendet werden kann und sich deshalb nicht für den Notfall eignet mit wenigen Ausnahmen.
Die Bilderzeugung erfolgt mittels unschädlichen Magnetfeldern und Radiofrequenzwellen und es kommen unschädliche Kontrastmittel zur Anwendung.
Die MRI eignet sich deshalb speziell zur Untersuchung von Kindern und Patienten bei denen keine CT durchgeführt werden kann vor allem wenn keine jodhaltigen Kontrastmittel gegeben werden können.

Technik

In einem dem CT äusserlich ähnlichen "Tunnel" werden mit Hilfe eines sehr starken Magnetfeldes und Radiowellen Bilder in allen beliebigen Ebenen erzeugt wobei verschiedene Messspulen zum Empfang der so erzeugten Signale zur Anwendung kommen. Das alles ist für den Menschen nicht spürbar mit Ausnahme von Wärmeempfindungen, welche in ganz seltenen Situationen auftreten können.

Indikationen

Die MRI eignet sich speziell zur Abklärung des Zentralen Nervensystems und des Rückenmarkes, der Wirbelsäule und des Bewegungsapparates, insbesondere der Gelenke, der Hals- Brust und Bauchorgane sowie von Gefässerkrankungen - Arterien und Venen.

Vorbereitung

Die Untersuchung benötigt keine spezielle Vorbereitung. Wegen des starken Magnetfeldes müssen alle metallhaltigen Gegenstände wie Ohrenschmuck, Kreditkarten, Metallgegenstände wie Taschenmesser, Feuerzeuge, Kleingeld, Schlüssel, Haarnadeln abgelegt werden und es darf kein Make-up (Eisenbestandteile) aufgetragen sein.

Im Weiteren dürfen speziell folgende Gegenstände nicht dem Magnetfeld ausgesetzt werden:

  • Herzschrittmacher oder Neurostimulatoren
  • Hörgerät
  • Cochlea-Implantat
  • Metallteile nach Herz oder Kopf Operationen
  • Metallteile (Clipse) im Körper, insbesondere im Auge: z.B. Splitter, Kugeln etc.
  • Vor 1986 implantierte Herzklappen sowie Herzklappen vom Typ Starr-Edwards.
  • Morphin-Pumpen

In folgenden Situationen sollt eine MRI nur bei zwingender Indikation nicht durchgeführt werden:

  • Schwangerschaft in den ersten drei Monaten
  • Innerhalb 6 Wochen postoperativ
  • Platzangst

Untersuchungsablauf

Eine MRI-Untersuchung dauert üblicherweise ca. 30-60 Minuten, dabei macht die eigentliche Datenakquisition neben Vorbereitung, Lagerung sowie Bildberechnung durch den Computer den grössten Teil aus. Die meisten Untersuchungen erfolgen in Rückenlage. Während der Untersuchung darf während der jeweils 3-7 Minuten dauernden Sequenzen nicht bewegt werden , da sonst Bildfehler entstehen. Wenn das vor vorneherein nicht möglich ist sollte eine andere Untersuchungsmodalität gewählt werden.

Bei Klaustrophobie kann ein Sedativum (Dormicum) verabreicht werden oder eine CT durchgeführt werden. Vor den eigentlichen Schichtaufnahmen erfolgt falls nötig die Kontrastmittelinjektion über die bereits liegende Kanüle mittels eines Injektors.
Gewisse Gelenksuntersuchungen erfordern eine KM-Injektion direkt ins Gelenk, welche vorgängig unter örtlicher Betäubung unter Durchleuchtung vorgenommen werden.
Während der eigentliche Untersuchung treten relativ laute, klopfende Geräusche auf wogegen Ihnen Kopfhörer und Musikprogramme bereit stehen und Sie haben die Möglichkeit jederzeit mit dem Bedienpersonal zu sprechen. Auch können problemlos Angehörige im Untersuchungsraum anwesend sein.