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Zentrale Zytostatikaherstellung

Zytostatika sind Arzneimittel für die Krebstherapie. Sie hemmen die Vermehrung von Tumorzellen. Da diese Arzneimittel auf alle sich teilenden Zellen wirken, ist der Umgang mit den hochwirksamen Substanzen nicht ohne Risiken und erfordert für die Herstellung besondere Schutzmassnahmen.

Aufgrund der Toxizität der Medikamente sowohl für die Patienten als auch für das Personal und der in den letzten Jahren steigenden Nachfrage, ist einerseits eine Standardisierung der Handhabung und andererseits eine Zentralisierung der Herstellung notwendig. 

Bereits seit 10 Jahren werden die Zytostatikalösungen zentral im Institut für Spitalpharmazie für alle Stationen und die Onkologie-Ambulatorien hergestellt. Die Anzahl Herstellungen beläuft sich auf ca. 6500 pro Jahr.

In einem Reinraum mit hohen raumlufttechnischen Anforderungen nach GMP werden die Zytostatika zur parenteralen Anwendung applikationsfertig in patienten-individualisierter Dosierung bereitgestellt. Die rezepturmässige aseptische Herstellung erfolgt aus handelsüblichen Fertigarzneimitteln. 

Die unter höchsten pharmazeutischen Standards ausgeführte Zytostatikaherstellung legt seinen Fokus auf höchste Produktqualität, bestmöglichen Personenschutz und höchste Patientensicherheit. Standardisierung, Dosisüberprüfung und Protokollierung der Herstellung mit Hilfe einer speziellen Zytostatikaherstellungssoftware (CATO = computer aided therapy for oncology) führen zu einer Verminderung des Fehlerrisikos und zu besserer Arzneimittelsicherheit. Durch eine zentrale Lagerung und Herstellung können die Mengen von angebrochenen Zytostatika und von Zytostatika kontaminierten Materialien vermindert werden. Diese Abfallreduktion leistet einen wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung und zum Umweltschutz. 

Die fachgerechte Handhabung von Zytostatika wird in der SUVA Richtlinie „Sicherer Umgang mit Zytostatika“ beschrieben.