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Eigenfabrikation

Das Institut für Spitalpharmazie des Kantonsspitals Graubünden stellt selber sterile und unsterile Arzneimittel her. Rund 75% der 130 Eigenprodukte, die im Institut für Spitalpharmazie produziert werden, sind im Handel nicht erhältlich. Immer häufiger werden von der Industrie einzelne, für Spitäler aber sehr wichtige Präparate aus Aufwands- und Kostengründen aus dem Sortiment gestrichen. In diesen Fällen kann das Institut für Spitalpharmazie mit seiner Produktion die entstandenen Lücken im Sortiment schliessen. Auch wenn kurzfristig und unerwartet Lieferverzögerungen seitens der Industrie auftreten, können diese Arzneimittel und Infusionen zum Teil in der Eigenfabrikation hergestellt werden.
Die Produktionsflexibilität erlaubt eine rasche, situations- und patientenadaptierte Herstellung, wie sie ausserhalb des Betriebs des Instituts für Spitalpharmazie nicht gegeben ist.

Folgende Produktegruppen werden in Eigenfabrikation hergestellt:

  • Arzneimittel, die nicht oder nicht mehr im Handel erhältlich sind
  • Arzneimittel, die nicht in der benötigten Art oder Dosierung erhältlich sind (z.B. für die Kinderklinik) 
  • Arzneimittel mit sehr kurzer Haltbarkeit
  • Arzneimittel zur individuellen Pharmakotherapie mit rezepturmässiger Verordnung, wie z.B. TPN (totale parenterale Ernährung)
  • Herstellung von Laborreagenzien
  • Ab- und Umfüllungen aus Grossgebinden
  • Arzneimittel für Klinikstudien (Lehre und Forschung)

Das Institut für Spitalpharmazie des Kantonsspitals Graubünden erfüllt mit der Eigenfabrikation über eine Zentrumsfunktion für
den ganzen Kanton Graubünden. So werden ebenfalls Arzneimittel für andere Spitäler hergestellt.