Weihnachtskonstellationen -
10.12.2009
Im Kantonsspital Graubünden wurde die einzigartige Ausstellung „Weihnachtskonstellationen“ eröffnet. Im Kantonsspital Graubünden wurde die einzigartige Ausstellung „Weihnachtskonstellationen“ eröffnet. Während eines Monats stellen Studierende der Pädagogischen Hochschule Graubünden ihre Weihnachtsansichten in Form von Puppenhäusern aus. Unter dem gleichen Titel ist auch ein Buch erschienen.
Am 10. Dezember 2009 wurde im Kantonsspital Graubünden eine einzigartige Ausstellung mit dem Titel "Weihnachtskonstellationen" eröffnet. Studierende der Pädagogischen Hochschule Graubünden mit Studienschwerpunkt Architektur und Kunst stellen ihre Beiträge bis am 6. Januar 2010 aus. Sechzehn Puppenhäuser gewähren Einblick in weihnächtliche Zustände zwischen minus zehn und plus zweiundvierzig Grad. Das Projekt ist aus einer Zusammenarbeit zwischen der Pädagogischen Hochschule Graubünden und dem Kantonsspital Graubünden hervorgegangen. Lukas Bardill, Projektleiter und Kurator der Ausstellung bringt den Inhalt des Projekts auf den Punkt: „Sechzehn Gebäude machen deutlich, dass es deine und meine, aber noch viele weitere Weihnachten gibt“. Seitens des Kantonsspitals Graubünden freut man sich über die Chance, sowohl Mitarbeitenden wie auch Patienten und Besuchenden ein spannendes, sinnliches und kreatives, von jungen Leuten realisiertes Projekt näher bringen zu können.
Ausstellung rund um die Uhr
Die Ausstellung in der Cafeteria des Kantonsspitals Graubünden ist durchgehend geöffnet. Das kleine Dorf mit den sechzehn Puppenhäusern lässt sich mit wenigen Schritten durchmessen. Doch es lädt auch zum Verweilen ein. Die Fenster der Puppenhäuser eröffnen Einblicke in die Innereien der Gesellschaft - es sind Weihnachtsansichten. Mit installativen Eingriffen haben sich die Studierenden der Pädagogischen Hochschule Graubünden dem so überaus präsenten Fest angenommen. Sind es Wunschvorstellungen, Enttäuschungen, Erinnerungsbilder aus der eigenen Vergangenheit, Appelle wie es sein soll oder wie es nicht sein soll? Jedenfalls sind es kleine, aber in hohem Masse von der eigenen Persönlichkeit durchdrungene Gesellschaftsentwürfe.
Es weihnachtet – aber unterschiedlich
So verschieden die Weihnachtskonstellationen sind, so gültig sind ihre eigenen Intentionen: Da pocht zum Beispiel ein Schneemann ans Fenster und möchte auch am Fest teilnehmen. Doch er will nicht gehört werden. Traurig wendet er sich ab und läuft hinaus ins nächtliche Feld. Die Weihnachten feiernde Sabrina vom Kind bis zur jungen Frau ist als kleinformatige Fotoausstellung im Dachgeschoss des Nachbarhauses anzuschauen. Weiter hinten steht ein Stall mit verschlossener Fassade. Einzig durch ein Loch kann man hineinschauen. Soll man oder soll man nicht? Was geschieht in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember in einem Hochhaus? Schattenhaft zeichnen sich Silhouetten von einsamen und geselligen Gestalten am Fenster vor dem warmen Kerzenlicht ab.
Bild- und Lesebuch
Anlässlich der Ausstellungseröffnung ist das Bild- und Lesebuch Weihnachtskonstellationen erschienen. Neun Autorinnen und Autoren aus dem romanischen, italienischen und aus dem deutschen Sprachraum Graubündens äussern sich, erinnernd, fragend und analytisch zum Fest. In den Geschichten kommt allerhand weihnächtliches Personal zu Wort; der Spitalheld vom Nachbarbett, die weissgefiederten Freunde von weiter oben und die buntbekleideten in den Niederungen. Das Buch enthält Abbildungen aller im Kantonsspital Graubünden ausgestellten Werke. Die Autoren sind Arno Camenisch, Aita Dermont-Stupan, Jost auf der Maur, Francesco Maiello, Gerry Mottis, Andri Perl, Rut Plouda, Walter Reinhart, Vincenzo Todisco.
Studienschwerpunkt Kunst und Architektur
Im Studienschwerpunkt Architektur und Kunst an der Pädagogischen Hochschule Graubünden beschäftigen sich die künftigen Lehrpersonen mit Fragen bezüglich Gesellschaft und Individuum. Im Rahmen dieses Ausstellungsprojektes stellen sie sich mit künstlerischen Mitteln der erweiterten Öffentlichkeit des Kantonsspitals Graubünden. Als dereinst im pädagogischen Feld tätige Berufsleute ergründen sie, wie weit sich der gesellschaftliche Kontext auf das eigene Denken und Handeln auswirkt und ob in umgekehrter Richtung das Individuum mittels künstlerischer Intervention auf das Umfeld Einfluss nehmen kann. Neben dem viel beschworenen Bildungsauftrag der Schule, Lebenswelten zu verstehen, kommt dem Unterrichtsfach Bildnerisches Gestalten die schöne und schwierige Aufgabe zu, den Lernenden Möglichkeiten zu eröffnen, Lebenswelten selber zu entwerfen und mitzugestalten. Das kann im Kleinen geschehen - zum Beispiel auf einem Zeichenpapier oder in einer Puppenstube.
| Zurück |
Letzte Aktualisierung: 28.01.2010 |
Autor: Administrator |
|