Nebenwirkungen und Folgen der Strahlentherapie
Grundsätzlich wird zwischen akuten Nebenwirkungen und Spätschäden unterschieden.
Die akuten Nebenwirkungen treten während der Behandlung auf und verschwinden innerhalb von 2 bis 4 Wochen danach. Typisch akute Nebenwirkungen sind Schleimhautentzündungen im Mund und in der Speiseröhre, welche bei der Bestrahlung von Tumoren in der Kopf-Hals-Region entstehen können. Bei der Bestrahlung der Bauchhöhle und des Beckens klagen die Patienten über Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle. Bei der Radiotherapie im Kopf-Hals-Bereich sowie der Brustdrüse sind auch Hautreaktionen, ähnlich einem starken Sonnenbrand, sehr häufig.
Die Spätfolgen der Radiotherapie treten erst Monate und gelegentlich sogar erst Jahre nach einer Radiotherapie auf. Im Gegensatz zu den akuten Nebenwirkungen sind die Spätfolgen irreparabel. Im schlimmsten Fall können sie sogar im Laufe der Zeit langsam zunehmen. Je nach Ausmass und betroffenem Organ kann dadurch die Lebensqualität der Patienten/innen erheblich eingeschränkt sein.
Auch wenn in der Radiotherapie in den letzten 22 Jahren erhebliche Fortschritte erzielt wurden, werden Nebenwirkungen und Komplikationen in einem gewissen Mass immer vorhanden sein. Bösartige Tumoren sind aggressive Erkrankungen, welche einer entsprechenden Behandlung bedürfen. Die Nebenwirkungen und Spätfolgen sind der Preis für eine Chance, die Patienten/innen von einer tödlichen Erkrankung zu befreien. |