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Neues MRI mit erweitertem Angebot ist in Betrieb30.10.2008Ein Magnetresonanztomograph der neusten Generation ist im Kantonsspital Graubünden in Betrieb genommen worden. Neue diagnostische Anwendungsgebiete sowie kürzere Wartezeiten sind die hauptsächlichen Vorteile des neuen MRI.
Seit Jahren hat sich das Kantonsspital Graubünden auf spezialisierte, komplexe MRI-Untersuchungen ausgerichtet. Das gegenwärtige MRI-Gerät im Röntgeninstitut des Kantonspitals Graubünden ist über 13 Jahre alt und trotz etlicher Modernisierungen veraltet. Das neue MRI ist mit einer umfassenden Ausrüstung versehen und sieht breite Aufrüstungsmöglichkeiten für die Zukunft vor. Insbesondere kann die Magnetfeldstärke auf 3 Tesla verdoppelt werden, was einem langfristigen Investitionsschutz gleichkommt. Strategische InvestitionDas neue MRI wird sowohl für ambulante wie auch für stationäre Patienten eingesetzt. Beim neuen MRI wird bewusst auf höhere Feldstärke und höhere Homogenität gesetzt. Mit dem Weiterbetrieb des alten MRI werden die Spitzenabdeckungen deutlich verbessert. In Kooperation mit der Abteilung für Kardiologie können nicht nur statische Untersuchungen am Herzen durchgeführt sondern auch die Funktion des Herzens unter Belastung untersucht werden. MRI der weiblichen BrustDas MRI ist heute die sensibelste Methode bei Frauen mit speziellen Risiken, den Brustkrebs frühzeitig zu entdecken. Neu kann nun im MRI-Gerät bei einem verdächtigen Gewebsbereich mit Hilfe eines MRI-Programms gezielt eine Gewebsprobe entnommen werden. Dies erlaubt eine wesentlich sicherere Auswahl der verschiedenen Behandlungsmethoden. Verbesserte Diagnostik beim ProstatakrebsDie verbesserte Bildqualität gestattet eine präzisere Feststellung der Tumorausdehnung beim Prostatakrebs und damit der Wahl der optimalen Behandlungsmethode. Mit so genannten Mikroskopiespulen wird erstmals möglich sein, eine hochaufgelöste Darstellung von Gelenken, Bändern, Sehnen zu erreichen, dies zu Gunsten einer exakten Operationsplanung. Im inderdisziplinären Behandlungskonzept von Gefässleiden zwischen Gefässchirurgie, Angiologie und Radiologie bietet das neue MRI eine deutlich bessere Diagnostik bei kleinen Gefässen. Dadurch müssen weniger Untersuchungen mit Strahlenbelastung (Computertomographie, Angiographie) durchgeführt werden. Genauere Daten über das GehirnEbenfalls ist nun die Möglichkeit vorhanden, im Falle eines Schlaganfalles die Blutversorgung des Gehirnes genau zu bestimmen, um gegebenenfalls eine medikamentöse Auflösung eines Blutgerinnsels einzuleiten. Mit dem gleichen Prinzip kann auch das Wachstum von Tumoren und die Wirkung der Chemotherapie abgeschätzt werden. Dadurch kann die Behandlung besser und früher auf die individuelle Situation des Patienten angepasst werden. Unwirksame Behandlungen mit entsprechenden Nebenwirkungen können somit früh vermieden werden.
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