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Neuer, hochmoderner Tomograph im KSGR

23.08.2010

Künftig ist in Graubünden eine patientenfreundlichere und genauere Bestimmung einer Krebserkrankung möglich.

Ein neuer, kombinierter Tomograph im Kantonsspital Graubünden stiftet mit dieser wichtigen Diagnostik einen hohen Patientennutzen.

Seit Mai 2010 ist in der Nuklearmedizin im Kantonsspital Graubünden ein neues, hochmodernes Gerät in Betrieb. Es handelt sich um einen kombinierten Positrone-Emissions- und Computertomographen (PET/CT), ein Gerät, welches die Diagnostik von Krebserkrankungen einen grossen Schritt voranbringt und für Patienten von hohem Nutzen ist. 

Kombination erlaubt genaue Diagnostik

Bei diesem Verfahren werden die Informationen aus zwei eigentlich getrennten Untersuchungen integriert. Die Positronenemissionstomographie (PET) misst dabei den Stoffwechsel der Körpergewebe. Die Computertomographie (CT) ist in der Lage, die Organe des Körpers exakt zu lokalisieren und die einzelnen Herde, in denen ein erhöhter Stoffwechsel festgestellt wurde, genau zuzuordnen.

Risiko sinkt

In vielen Fällen kann dadurch das Ausmass einer notwendig werdenden Operation viel besser im Voraus festgelegt werden, und das Risiko, dass bei der Operation Tumorgewebe im Körper zurückbleibt, sinkt deutlich. Wenn der Tumor schon zu weit fortgeschritten ist, als dass eine einzelne Operation imstande wäre, sämtliche Tumorzellen zu entfernen, kann in manchen Fällen ein besseres Resultat erzielt werden, indem durch eine vorgeschaltete Chemotherapie und/oder Bestrahlung die Ausdehnung so weit verringert wird, dass gezielte Operationen doch noch angeschlossen werden können.

Patient profitiert mehrfach 

Das Erkennen einer Krebserkrankung geschieht meist, indem bei einer beliebigen Untersuchung festgestellt wird, dass in einem Labortest, an einer Taststelle im Körper oder aufgrund eines unerklärlichen Schmerzes „etwas“ nicht stimmt. Dann werden zusätzliche Abklärungen notwendig.

Diagnostik rückt näher

Bislang mussten die Bündner Patientinnen und Patienten für diese Untersuchung den weiten Weg nach St. Gallen oder Zürich auf sich nehmen. Mit der Eröffnung des PET/CT im Kantonsspital Graubünden kann nun dieser Rückstand aufgeholt und allen Bündner Patientinnen und Patienten eine moderne Krebsdiagnostik angeboten werden.

Wirksamkeit kann geprüft werden

Da der Stoffwechsel eine unmittelbare Aussage über die Aktivität des Tumors erlaubt, können PET/CT-Aufnahmen auch in vielen Fällen zur Prüfung der Frage, ob ein Tumor auf eine bestimmte Chemotherapie oder die Bestrahlung anspricht, herangezogen werden.

Bessere Planung möglich

Schlussendlich ist die genaue Bestimmung der Ausdehnung auch zur Bestrahlungsplanung überaus hilfreich.

Physische Belastung gering

Die Untersuchung an sich ist für die Patientinnen und Patienten physisch nur wenig belastend. Am Anfang wird eine kleine Menge eines radioaktiv markierten Zuckers in eine Vene gespritzt. Dafür stehen speziell eingerichtete Ruheräume zur Verfügung.

Kompetente Betreuung

Im Kantonsspital Graubünden ist man sich bewusst, dass für viele Patienten und Patientinnen die Untersuchung trotzdem eine grosse Belastung darstellt, vor allem aus Angst vor einem negativen Ergebnis. Auf die Wahrung der Privat- und Intimsphäre der Patientinnen und Patienten wird sehr geachtet.






Zurück Letzte Aktualisierung: 05.01.2011 | Autor: Administrator