Nationaler Spitaltag 2009 im Kantonsspital Graubünden
07.09.2009
Am 19. September von 10.00 bis 16.00 Uhr fand der dritte Nationale Spitaltag statt. Nationaler Spitaltag 2009 in Chur ein voller Erfolg
Am 19. September 2009 fand der diesjährige Nationale Spitaltag statt. Das Kantonsspital Graubünden und die Psychiatrischen Dienste Graubünden begingen den Anlass mit einem Tag der offenen Türe zum Thema „Jobs mit Kopf und Herz“. Rund 3’500 Personen besuchten die beiden Institutionen.
Am 19. September 2009 fand in der Klinik Waldhaus der Psychiatrischen Dienste sowie im Kantonsspital Graubünden der dritte Nationale Spitaltag statt. Mit Themenrundgängen und weiteren Attraktionen wurde möglichst vielen Leuten ein Einblick ins Spital- und Klinikwesen ermöglicht, ein Blick hinter die Kulissen sozusagen. Die beiden Institutionen in der Kantonshauptstadt wurden von ca. 3’500 Personen besucht. Zwischen den beiden Unternehmen bestand ein Shuttlebusbetrieb.
Zu den Highlights des Spitaltages zählten bei den Psychiatrischen Diensten Graubünden die geführten Rundgänge mit den Workshops. Für einmal waren die Besucher ein Teil einer Therapiestunde. Eine Erfahrung, welche einige Aha-Erlebnisse auslöste. Grosses Interesse fanden die vier Vorträge: Care Team Grischun, Burnout, Forensik und Tinnitus. In beiden Institutionen lockten die jeweiligen Berufschauen sowie auch die Präsenz des Churer Rappers Gimma mit der exklusiven Abgabe seiner DVD „Karma“ zahlreiche Jugendliche an. Im Kantonsspital Graubünden trat ausserdem der bekannte Schweizer Schauspieler und Kabarettist Mike Müller (bekannt von Giaccobo/Müller) mit einem eigens zum Thema „Jobs mit Kopf und Herz“ gestalteten Programm auf. Neben den zwei Themen-Rundgängen „Kopf“ und „Herz“ zählten die diversen Gesundheits-Checks zu den begehrten Angeboten.
Der diesjährige Spitaltag 2009 stand im Zeichen der „Jobs mit Kopf und Herz". Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen fördern unter diesem Motto qualifizierten Nachwuchs. Auf vielfältige Art und Weise machten alle Spitäler und Kliniken in der Schweiz die Öffentlichkeit auf die attraktiven Berufe im Pflegebereich aufmerksam. Die Spital-, Klinik- und Pflegebranche bietet attraktive Aus- und Weiterbildungen mit Perspektiven für alle Gesundheitsberufe an.
Nationaler Spitaltag 2009 im Kantonsspital Graubünden – „Jobs mit Kopf und Herz“
Am 19. September 2009 findet der diesjährige Nationale Spitaltag zum Thema „Gesundheitsberufe: Förderung von qualifiziertem Nachwuchs“ statt. Das Kantonsspital Graubünden begeht diesen Anlass unter dem Slogan „Jobs mit Kopf und Herz“ mit einem Tag der offenen Türe. In der Praxis begegnet man dem drohenden Personalmangel mit zahlreichen Massnahmen.
Dem Schweizer Gesundheitswesen droht in Zukunft ein schwerwiegendes Personalproblem. Laut einer Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums OBSAN braucht unser Land bis ins Jahr 2020 zusätzlich 25'000 Personen in der Pflege. Ebenfalls bis 2020 müssen 60'000 Gesundheitsfachleute wegen Pensionierung ersetzt werden.
Drastische Engpässe auch in Graubünden
Auch in unserem Kanton droht mittel- bis langfristig ein Mangel an Fachpersonal im Gesundheitswesen. Interpretiert man die oben genannte OBSAN-Studie für Graubünden, ergibt sich bis ins Jahr 2020 ein Mehrbedarf an Pflegepersonal von 635 Personen. Dies sind 58 zusätzliche Pflegepersonen pro Jahr. Zählt man die wegen natürlicher Abgänge (z. B. Pensionierung) zu ersetzenden Personen hinzu, ergibt das für die nächsten 10 Jahre einen jährlichen Anstellungs- und Ausbildungsbedarf von 196 Pflegefachpersonen.
Abnahme der Berufsverweildauer
Neben dem Personalmangel zeigt sich im Bündner wie auch im Schweizer Gesundheitswesen eine relativ kurze Berufsverweildauer. Diese verhältnismässig kurze Berufsverweildauer erklärt sich vor allem durch unattraktive Arbeitszeiten (Früh- oder Spätdienst, Nachtdienst, Wochenendeinsätze, etc.), eine überdurchschnittlich hohe Arbeitsbelastung sowie eine bis vor wenigen Jahren noch ungenügende Bildungspolitik, die Folge davon waren sogenannte „Sackgassenberufe“. Ebenfalls nachteilig für eine längerfristige Anstellung im Gesundheitswesen wirken sich die eher tiefe Lohnstruktur sowie der hohe Anteil an Frauen mit Kinderwunsch aus.
Gezielte Massnahmen beim Nachwuchs
Im Kantonsspital Graubünden wird aus den oben genannten Gründen neben der Weiterführung der bereits getroffenen Massnahmen in Zukunft der sich verändernden Situation mit einer vertieften Einarbeitung neuer Mitarbeitender begegnet. So durchlaufen zukünftig diplomierte Pflegefachpersonen mit dem neuen Berufsabschluss Höhere Fachschule (HF) und Fachhochschule (FH) eine gezielte Praxiseinarbeitung. Dies gilt auch für ausländische diplomierte Pflegefachpersonen, möglicherweise auch in Zusammenarbeit mit Vermittlungsbüros. Ausserdem hat das Kantonsspital Graubünden auf das nächste Jahr hin die Ausbildungsstellen für Fachfrau/-mann Gesundheit (FAGE) verdoppelt und zusätzlich Nachqualifikationsprogramme zur FAGE für ungelerntes Personal, Pflegeassistentinnen, etc. angeboten.
Verlängerung der Berufsverweildauer
Das Kantonsspital Graubünden sieht eine Neukonzeption zur besseren Verteilung der Arbeitslast auf den Bettenstationen vor. Erreicht wird dies vor allem durch eine Prozessoptimierung sowie einem gezielteren Einsatz verschiedener Berufsgruppen in der Pflege. Andererseits werden bessere Rahmenbedingungen für Teilzeitmitarbeitende angestrebt, z. B. durch die Einrichtung einer Kinderkrippe oder eines Kinderhorts. Die Anpassung der aktuellen Lohnstruktur, aber auch die Attraktivierung der Aus- und Weiterbildungsprogramme muss in Zukunft angegangen werden. Dazu gehört auch das Angebot einer gezielten Karriereplanung in der Pflege (Personalentwicklung, Laufbahnberatung).
Grosses Potential bei Aus- und Wiedereinsteigerinnen
Dem Kantonsspital Graubünden muss es in Zukunft gelingen, potentielle Aussteigerinnen länger im Betrieb zu behalten und mögliche Wiedereinsteigerinnen mit attraktiven Angeboten zu gewinnen. Zur besseren Potentialnutzung von Mitarbeitenden über 50 Jahren werden daher neue Modelle mit flexibleren Arbeitszeiten erarbeitet. Ein Coaching-Angebot auf allen Hierarchiestufen wurde bereits umgesetzt. Ein neues Schulungsangebot für Wiedereinsteigerinnen wird am Spitaltag vom 19. September 2009 vorgestellt.
Aktives Berufsmarketing
Mit gezielten Marketingmassnahmen will das Kantonsspital Graubünden vermehrt für die Pflegefachberufe werben. So geschehen an der diesjährigen Handels-, Industrie- und Gewerbeausstellung Higa 2009 mit der Sonderschau „Jobs mit Kopf und Herz“, welche gemeinsam mit den Psychiatrischen Diensten Graubünden und dem Spitex-Verein Chur realisiert wurde. Oder eben am Spitaltag 2009, wo mit einem Tag der offenen Tür mit zwei Themenrundgängen „Kopf“ und „Herz“ an rund 30 Stationen auf die vielfältigen Spitalberufe und den Wiedereinstieg aufmerksam gemacht wird. Zu den Massnahmen zählt auch ein gemeinsames, flächendeckendes Berufsmarketing „Pflege“ durch die Verantwortlichen der Institutionen im Kanton und des BSH-Verbandes.
Attraktiver Spitaltag im Kantonsspital Graubünden
Am 19. September 2009 findet der Nationale Spitaltag statt. Das Kantonsspital Graubünden begeht diesen Anlass mit einem Tag der offenen Türe. Mit Themenrundgängen und weiteren Attraktionen soll den Gästen ein Einblick ins Spitalwesen ermöglicht werden. Der Spitaltag 2009 steht im Zeichen der „Jobs mit Kopf und Herz".
Programm:
- Zwei Themen-Rundgänge "Kopf" und "Herz" mit vielfältigen Information zu den Pflegeberufen
- Verschiedene Gesundheits-Checks (z. B. Lungenfunktion im LuftiBus der Lungenliga Zürich)
- Verschiedene Vorträge im Hörsaal (Rechtsmedizin, Pathologie)
- Div. Auftritte von Mike Müller (bekannt von der TV-Sendung Giacobbo/Müller)
- Churer Rapper Gimma (11 bis 12 Uhr) mit Gratis-DVD "Karma"
- Präsentation der rettung chur mit drei praktischen Übungen
- Präsentation des Rega-Helikopters auf dem Landeplatz
- Präsentation Operationsroboter Da Vinci
- Vielfältige Gastronomie
- Wettbewerb
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Letzte Aktualisierung: 28.01.2010 |
Autor: Administrator |
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